Handballtraining Handballübungen


27. August 2016

Das olympische Handballturnier: Was wird mit dem 7. Mann?

Kategorie: News – Autor: KaiDittrich – 10:34

Olympia ist bereits wieder vorbei und hat auch dem Handball einige neue Kapitel in seinen Geschichtsbüchern beschert. Aus deutscher Sicht war das olympische Turnier in Rio sicherlich ein großer Erfolg. Auf neutraler Ebene zog vor allem die erstmalige öffentlichkeitswirksame Anwendung der neuen Regularien viele kritische Stimmen nach sich.

DHB endgültig in der Weltspitze angekommen

Obwohl als Europameister nach Rio gereist war das deutsche Team unter Leitung von Dagur Sigurdsson in der Pflicht allen zu beweisen, dass der Gewinn der europäischen Krone im Winter keine Eintagsfliege war. Dies gelang dem jüngsten Team des Turniers eindrucksvoll. Einmal mehr stellte man vor allem eine einzigartige Vielseitigkeit und Breite des Kaders unter Beweis. Herausragende Spieler gab es viele, allerdings wechselten diese nahezu von Spiel zu Spiel.

Andreas Wolff bestätigte in vielen Partien seine Stellung als neue deutsche Nummer 1 im Tor, auch wenn es ihm nicht vollends gelang seine Leistungen der Europameisterschaft zu wiederholen. Im Rückraum spielten sich vor allem Fabian Wiede, Paul Drux und Julius Kühn mehrfach in den Vordergrund. Im Gegensatz zur Europameisterschaft zeigte sich das DHB-Team vor allem in der Verwertung von Ballgewinnen über Gegenstöße deutlich verbessert und bewältigte über diese „Waffe“ auch schwächere Phasen im Angriff. Zudem wertete Patrick Wienczek das deutsche Angriffsspiel mit seiner Durchsetzungsfähigkeit am Kreis noch einmal auf.

Schade nur, dass man sich ausgerechnet im Halbfinale gegen Frankreich ganz schwache erste 40 Minuten erlaubte. Eigentlich muss man fast enttäuscht sein, dass es „nur“ zu Bronze gereicht hat, denn wer die Finalbegegnung zwischen Dänemark und Frankreich sah, konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Mannschaft mit der kreativsten Spielanlage und größten Unberechenbarkeit bereits zuvor im Spiel um Platz 3 auf dem Feld stand. Aber eben nur „eigentlich“! Der DHB hat sich mit seiner Leistung bei Olympia in der Weltspitze etabliert und weitere Sympathien auch außerhalb der Handballgemeinde erwerben können.

Neue Überzahlregelung sorgt für Unmut

Die auffälligste taktische Veränderung wurde durch die neuen Regularien ermöglicht. Bereits zuvor praktizierten viele Mannschaften die taktische Variante bei Hinausstellungen mit einem zusätzlichen Feldspieler, für den Torhüter eingewechselt, zu agieren. Die neue Regel ermöglichte nun eine scheinbar leichtere Handhabung dieser taktischen Spielart für Mannschaften in Unterzahl und wurde daher auch ausnahmslos von allen Nationen praktiziert.

Was folgte, war ein Turnier mit ungewöhnlich vielen Treffern durch die Torhüter in das verwaiste gegenüberliegende Tor. Dies führte unter anderem dazu, dass weniger Positionsangriffe gespielt wurden und bei vielen die Frage aufkam, ob die Einführung dieser Regelung wirklich einen positiven Beitrag zum Spiel leisten wird. Einige Handballexperten sahen sich bereits genötigt verstärkte Kritik an der Regelung auszuüben und schon wieder über eine Abschaffung zu diskutieren. Prinzipiell sollte man jedoch erst einmal abwarten, wie sich die Regel mit längerer Bestandsdauer auf das Spiel auswirkt und welche taktischen Möglichkeiten vielleicht noch darin schlummern.

Unter anderem agierte Deutschland im Spiel gegen Brasilien auch bei gleicher Spielerzahl mit einem zusätzlichen Mann auf dem Feld und konnte über einen zweiten Kreisläufer die offensive Abwehr der Südamerikaner nach hinten drängen. Ähnlich wie bereits der HBW Balingen-Weilstetten es über viele Jahre unter Rolf Brack praktizierte, könnte diese Form des „3-4“-Angriffs nun verstärkt Einzug in den europäischen Handball halten.

Autor: Robert Nowacki

20. August 2016

Fokus auf das Tempospiel – Modifikationen im Spiel 6 vs. 6

Kategorie: Tempospiel – Autor: KaiDittrich – 10:31

Möchte man als Übungsleiter den Fokus auf das schnelle Umschalten der eigenen Mannschaft im Abschlussspiel einer Trainingseinheit setzen, kann man dies durch eine Auswahl an Regelmodifikationen unterstützen.

Zusätzliche Belohnung schnell erzielter Tore

Tore, welche innerhalb der ersten 10 Sekunden nach Ballgewinn eines Teams erzielt werden, zählen doppelt.
Gegebenenfalls kann auch ein schnell erzieltes Tor mit einem zusätzlichen Angriff für das erfolgreiche Team belohnt werden (kein Ballwechsel).

Limitierung der Anzahl an Pässen/Shotclock

Um die angreifende Mannschaft unter Handlungsdruck zu setzen, kann die Anzahl der erlaubten Pässe (z.B. 6 Pässe nach Ballgewinn) pro Angriff oder eine „Shotclock“ (z.B. maximal 10 Sekunden Ballbesitz nach Ballgewinn) eingerichtet werden. Hieraus ergibt sich die logische Konsequenz Angriffe möglichst so schnell zu initiieren, dass die abwehrende Mannschaft keine Gelegenheit zur geordneten Abwehrformation erhält.

Werden die Vorgaben nicht eingehalten, gibt es entweder sofortigen Ballbesitzwechsel oder in abgeschwächter Form eine Strafaufgabe, welche die angreifende Mannschaft erfüllen muss, bevor im normalen Positionsangriff ohne Vorgabe weitergespielt werden darf.

Ein Team versucht also entweder einen Angriff schnell zu Ende zu führen ohne Strafaufgabe oder die Aufgabe in Kauf zu nehmen und einen langsamen Angriffsaufbau durchzuführen.

Verbesserte Chancen durch kurzzeitige Überzahlsituationen

Nach einem Ballverlust dürfen bestimmte Spieler der verteidigenden Mannschaft erst zurücklaufen, nachdem sie die Grundlinie des Gegners berührt haben. So bietet sich die Chance bei schnellem Umschalten in Überzahlsituation zu kommen und insbesondere über die zweite Welle Vorteile zu erlangen.

Bspw. könnte bei Anweisung der Kreis- und Außenspieler zum Sprint an die Grundlinie eine kurzzeitige 6 vs. 3 Situation für die in Ballbesitz gelangende Mannschaft entstehen.

Zusatzaufgaben an Mittellinie nach Ballverlust

Nach Ballverlust müssen alle Spieler einer Mannschaft umgehend zur Mittellinie sprinten und dort eine Aufgabe (Liegestütz, Kniebeuge, etc.) erfüllen bevor sie wieder aktiv verteidigen dürfen. Dies gibt der angreifenden Mannschaft die Chance durch schnelles Umschalten das Spielfeld zu überbrücken ohne durch den Gegner gestört zu werden.

Autor: Robert Nowacki

11. August 2016

Exemplarische Übungseinheit für Auslösehandlung: Mitte holt Außen

Kategorie: Taktik – Autor: KaiDittrich – 10:11

Im Folgenden ist eine exemplarische Übungsreihe für das Taktiktraining dargestellt. Die zu übende Auslösehandlung ist ein langer Wechsel zwischen Rückraum Mitte und Außenspieler mit Ausgleichen des betreffenden Halbangreifers über die Mittelposition.

Die grundlegenden Laufwege beim Kreuzen zwischen Mitte und Außen sollten bekannt sein, können aber auch mit Hilfe von Pylonen im Hauptteil vorgezeichnet und erlernt werden.

Erwärmung – Lauf ABC als Partnerübung mit Ball (15 Minuten)

Die Spieler finden sich in Paaren zusammen und bewegen sich frei in der Halle. Während sich die Partner den Ball zupassen, werden unterschiedliche Elemente des Lauf-ABC´s durchgeführt.
Variationen: Kreuzbewegungen zwischen den Partnern, höherer koordinativer Anteil (Passen von zwei Bällen)

Erwärmung – Einpassen paarweise (10 Minuten)

Die Partner spielen sich den Ball auf verschiedene Arten zu, erwärmen so die Muskulatur des Schultergürtels und sensibilisieren sich für weitere Übungen mit Anforderungen an ein genaues Passspiel.
Variationen: Passen mit zwei Bällen (Koordination), Passen mit Medizinball (Kräftigung)

Hauptteil – Passstafette (15 Minuten)

Die Spieler besetzen die Angriffspositionen RA, RR, RL und LA. Zu Beginn jeder Stafette steht zudem ein Spieler auf der RM-Position. Nach kurzer Anzugsbewegung von LA über RL, holt Rückraum Mitte RA zum Wechsel. RR gleicht über die Mitte aus, erhält den Ball von RA und holt seinerseits von der Mittelposition LA.

Es erfolgt demnach ein permanentes Kreuzen zwischen Rückraum Mitte und Außenspielern. Die Spieler bleiben nach einem Pass jeweils auf der Position, von welcher sie den Ball abspielen (Außen werden zu Rückraumspielern und umgekehrt).
Variationen: Integration von Sperren durch RM, Stafette mit Gewichtsball

Hauptteil – Torhüter Einwerfen aus dem Grundablauf Mitte holt Außen (10 Minuten)

221 Übungsbeispiel Auslösehandlung Abb. 1

Die Spieler verteilen sich zu gleichen Teilen auf Rückraum Mitte und den Außenpositionen. Mit Pylonen wird ein Wurfbereich markiert (s. Abbildung 1). Die Rückraum Mitte-Spieler ziehen jeweils wechselseitig Kreuze für die Außenspieler an, welche nach Ansage den Torabschluss suchen.
Variationen: Gestaltung als Wurftraining (Wurf über Block) mit Abwehrspieler, Gestaltung als 1:1 Übung mit Abwehrspieler

Hauptteil – Grundablauf im 3 vs. 3 mit passiver Abwehr (15 Minuten)

221 Übungsbeispiel Auslösehandlung Abb. 2

Der Grundablauf Mitte holt Außen (Halbangreifer gleicht über Mittelposition aus) wird im begrenzten Bereich im 3 vs. 3 automatisiert. Ein Anspieler steht auf der zweiten Halbposition (s. Abbildung 2). Die Abwehr ist zunächst passiv und stört den Ablauf nicht. Je nach Übungsfortschritt variiert die Abwehr ihr Stellungsspiel oder greift aktiv in den Ablauf ein.
Variationen: Ausbau zum 4 vs. 4 mit Kreisläufer zwischen den Innenblockspielern, Ausbau zum 6 vs. 6

Anwendung im Spiel (30 Minuten)

Die Spieler sollen das Gelernte anwenden, zunächst im Spiel 6 vs. 6 auf ein Tor. Es werden 10 Angriffe gespielt, welche jeweils durch die Auslösehandlung eingeleitet werden sollen. Die Abwehr agiert aktiv. Nach 10 Aktionen tauschen Angriff und Abwehr.

Anschließend sollen im freien Spiel auf zwei Tore ebenfalls die Inhalte der Einheit zur Anwendung kommen.

Autor: Robert Nowacki

30. Juli 2016

Einige Grundsätze beim Trainieren von Auslösehandlungen

Kategorie: Taktik – Autor: KaiDittrich – 10:21

Auslösehandlungen geben im Wettkampf Sicherheit, wenn sie denn richtig trainiert werden und jeder Spieler weiß, was er zu tun hat und welche Optionen ihm zur Verfügung stehen.
Um hier erfolgreich zu sein und Sicherheit zu generieren, kann man einige Grundsätze beachten, die helfen, das Erlernen, Verfeinern und Einspielen von Auslösehandlungen effektiv zu gestalten.

Nimm dir Zeit

Wichtig ist vor allem, dass man beim Trainieren von Auslösehandlungen genug Zeit einplant. Vor allem zu Saisonbeginn, wenn Kombinationen noch nicht so sitzen und wieder neu eingespielt werden müssen, ist es wichtig, genug Zeit im Trainingsablauf hierfür abzutrennen.

Ab und zu mal 20 oder 30 Minuten reichen nicht, um Kombinationen langfristig zu festigen. Je nach Komplexität einer taktischen Auslösehandlung sollte man ruhig über mehrere Trainingseinheiten große Teile (45-60 Minuten) darauf verwenden, diese zu üben, sodass alle Spieler Sicherheit erhalten. Das ist auf lange Sicht effektiver, als alle paar Wochen mal ein paar Minuten einzuschieben, in denen dann die die Kombinationen im Schnelldurchlauf abgespult werden sollen.

Wichtig ist zudem, dass man flexibel auf die Fortschritte der Spieler beim Erlernen und Festigen von Kombinationen reagieren sollte. Wenn eine Auslösehandlung mehr Zeit beansprucht, bis das zuvor gesetzte Trainingsziel erreicht ist, sollte die Trainingszeit hierfür ausgedehnt werden, auch wenn dem Ganzen dann andere Trainingsinhalte zum Opfer fallen.

Es ist sehr wichtig, dass Spieler mit einem möglichst positiven Gefühl aus einer Trainingseinheit mit hohem taktischen Anteil gehen und Fortschritte sichtbar für sie sind, da ansonsten kein Vertrauen in die Effektivität der Auslösehandlung aufgebaut werden kann.

Vorher Einpassen und keine komplette Ausbelastung

Da vor allem Passqualität und Konzentration wichtig für die Durchführung von taktischen Spielvarianten (Auslösehandlungen) benötigt werden, ist es immer sinnvoll nicht direkt nach der Erwärmung mit dem Üben der Kombinationen zu beginnen, sondern Übungsformen voranzustellen, welche die Passfähigkeit schulen und die Aufmerksamkeit anregen. Dies können einfache Passübungen zu zweit mit einem oder zwei Bällen oder Stoß- und Kreuzbewegungen von verschiedenen Positionen sein.

Aus dem gleichen Grund empfiehlt es sich auch kein anstrengendes konditionelles Training vor das Üben von Kombinationen zu setzen, da die Frische im Kopf oft mit körperlicher Frische einhergeht und diese gerade auch bei der Einführung und Festigung neuer taktischer Konzepte sehr wichtig ist.

ALLERDINGS: Macht ihr als Trainer die Erfahrung, dass eurem Team vor allem gegen Ende eines Spieles oder in sehr hektischen Phasen mit hohem Tempo vermehrt Ungenauigkeiten und Fehler beim Ausführen von Auslösehandlungen unterlaufen, kann es sich auch lohnen nach richtig anstrengenden Einheiten noch Taktiktraining durchzuführen, um die Wettkampferschöpfung zu simulieren und die Spieler auf diese Situationen vorzubereiten.

Im nächsten Artikel werden wir die eben beschriebenen allgemeinen Grundsätze an einem konkreten Beispiel erklären und einen exemplarischen Aufbau einer Trainingseinheit mit taktischem Anforderungsprofil aufzeigen.

Autor: Robert Nowacki

23. Juli 2016

Griffkraft und Koordination für das einhändige Fangen schulen

Kategorie: Koordination – Autor: KaiDittrich – 10:02

Im Folgenden stellen wir mehrere kleine Übungen vor, welche die Griffkraft und Hand-Auge-Koordination für das einhändige Fangen des Balles schulen sollen.

Übungen mit zwei Bällen (Abbildung 1)

219 Griffkraft_Koordination_einhändiges Fangen Abb. 1

Übung 1: Ein Übender nimmt einen Handball in die Hand und versucht einen zweiten Ball auf diesem zu balancieren, sodass er nicht herunterfällt. Handwechsel und Veränderungen der Hand- und Armstellung (seitlich, vor dem Körper, Handrücken nach unten/hinten) werden über die Dauer der Übung vorgenommen.

Übung 2: Der Übende prellt mit Hilfe eines fest in der Hand befindlichen Balles einen anderen Ball permanent auf dem Hallenboden. Diese Übung ist auch mit einem dritten Ball in der zweiten Hand möglich, sodass stetig gewechselt werden kann. Eine Variation ist es, den Spielball wie einen Tischtennisball stetig in hoch zu lupfen (Bälle in der Hand quasi als Tischtennisschläger). Stehen Tischtennisplatten zur Verfügung, kann hier sogar ein Wettkampf durchgeführt werden.

Übung 3: Die Übung wir paarweise ausgeführt. Partner A hält je einen Ball mit ausgestreckten Armen, sodass der Handrücken zur Hallendecke zeigt. B legt seine Hände auf die Handrücken von A. Sobald A einen der Bälle fallenlässt, versucht B diesen mit einer Hand aus der Luft zu fangen. Erschwerend können auch beide Bälle gleichzeitig oder knapp zeitversetzt gefangen oder die Arme zum Fangen überkreuzt werden.

Übungen mit drei Bällen (Abbildung 2)

219 Griffkraft_Koordination_einhändiges Fangen Abb. 2

Übung 1: Zwei Partner stehen sich in geringem Abstand gegenüber (3-4 Meter). Ein Partner (A) hat in jeder Hand einen Handball, der andere Partner (B) einen weiteren Ball. B passt seinen Ball locker zu A, welcher versucht diesen zwischen seinen beiden Bällen einzuklemmen. Hat er dies geschafft, wird der Ball auf verschiedene Arten zurückgespielt, z.B.: Anlupfen und zurückköpfen, Anlupfen und mit dem Knie/Fuß zurückspielen, Anlupfen und mit einem der in der Hand befindlichen Bälle zurückschlagen.

Übung 2: Die Partner stehen im gleichen Abstand wie bei Übung drei. Einer der Partner (B) hat drei Bälle. B spielt A die Bälle in schneller Reihenfolge nacheinander zu. Nachdem A mit je einer Hand einen Ball gefangen hat, klemmt er sich den zweiten Ball unter den Arm, um auch den dritten Pass einhändig fangen zu können.

Autor: Robert Nowacki

16. Juli 2016

Wurfspiele mit koordinativem und konditionellem Zusatzcharakter

Kategorie: Wurftraining – Autor: KaiDittrich – 10:33

Bestimmte konditionelle und koordinative Grundlagen sollte jeder Handballer mitbringen und daher auch trainieren. Oft werden hier eintönige Übungsformen wie Dauerläufe, Kraftzirkel oder Sprints verwendet.

Um diese Inhalte motivierender zu gestalten kann man konditionelle Inhalte gut mit Wurfspielen verknüpfen. Zwei dieser Spielformen stellen wir euch im Folgenden vor.

Wettzielen mit Koordinationsleiter

218 Zielspiele Kondition Koordination Abb. 1

Für dieses Spiel werden zwei Mannschaften gebildet. Etwa einen Meter vor den Toren wird eine Turnbank mit Zielen darauf (Pylonen, Medizinbälle) aufgestellt. Zudem werden zwei Koordinationsleitern in der Nähe der Mittellinie ausgelegt, wobei sie jeweils in verschiedene Spielfeldhälften hineinragen (s. Abbildung).

Jeder Spieler benötigt einen Ball. Das Spiel beginnt auf Pfiff des Übungsleiters. Der ersten Spieler durchläuft dabei die Koordinationsleiter nach einem zuvor angesagten Muster (z.B. zwei Kontakte pro Zwischenraum). Hat er dies absolviert, läuft er ballprellend auf das Tor in der Hälfte seiner Mannschaft zu und versucht von neun Metern eines der auf der Bank befindlichen Ziele zu treffen.

Der nächste Spieler der Mannschaft darf jeweils starten, sobald sein Vordermann die Koordinationsleiter verlassen hat. Nach einem Wurf holt sich der Spieler umgehend seinen Ball zurück und stellt sich erneut an. Gewonnen hat das Team, welches zuerst alle Pylonen umgeworfen hat.

Aufgrund des Wettkampfcharakters wird sowohl die Schnelligkeit, als auch die Spielausdauer gefördert, da alle Spieler permanent in Bewegung sind. Für koordinative Belastung sorgt die Schrittfolge in der Koordinationsleiter, welche bei mehreren Wettkämpfen hintereinander variiert werden sollte. Zusätzliche Reize können gesetzt werden, indem ein Spieler z.B. Strafaufgaben erfüllen muss, wenn er in einem Durchgang kein Ziel trifft (z.B. 5 Liegestütze nach verworfenem Ball).

Zeitwettkampf

Auch für dieses Spiel werden zwei Mannschaften gebildet. Bei einer großen Trainingsgruppe können in jeder Spielfeldhälfte zwei Teams gegeneinander spielen. Während eine Mannschaft versucht möglichst viele Tore zu erzielen indem die Spieler nacheinander werfen, müssen die Spieler der zweiten Mannschaft bestimmte Aufgaben erfüllen.

218 Zielspiele Kondition Koordination Abb. 2

Im Abbildungsbeispiel 2 haben die Spieler der zweiten Mannschaft die Aufgabe an jeder Seite des Turnhockers eine Übung zehnmal zu wiederholen (Rumpfheben, Tapping, Liegestütz, Wechselsprünge). Ist ein Spieler mit all diesen Übungen fertig, ruft er den Namen eines Spielers der anderen Mannschaft. Dieser muss umgehend aufhören auf das Tor zu werfen.

Nachdem alle Spieler der zweiten Mannschaft ihre Übungen beendet haben, zählt Mannschaft eins die Tore der einzelnen Spieler zusammen. Im Anschluss wechseln die Aufgaben und es gewinnt am Ende das Team mit mehr erzielten Treffern. Das Ganze ist auch als Individualwettkampf zwischen zwei Spielern anstatt als Mannschaftswettkampf gestaltbar.

Diese Übung eignet sich besonders für das Durchführen von Schnellkraft und Schnelligkeit, da die zweite Mannschaft dazu angehalten ist, ihre Aufgaben in maximaler Geschwindigkeit auszuführen. Möglich sind hier z.B. auch Pendelsprints (z.B. über die Breite des Spielfeldes) oder verschiedene Sprungaufgaben/-parcours. Der Wettkampfcharakter erhöht die Motivation aller Teilnehmer. Die Übung kann auch ohne Torhüter durchgeführt werden (z.B. über das Treffen von Zielen im Tor).

Autor: Robert Nowacki

9. Juli 2016

Einwerfen der Torhüter mit zusätzlicher Belastung für die Werfer

Kategorie: Koordination – Autor: KaiDittrich – 10:37

Im Folgenden stellen wir drei Ideen vor, wie das Einwerfen der Torhüter auch mit einem effektiveren Trainingseffekt für die Feldspieler verbunden werden kann.

Schrittfolgen an der Koordinationsleiter

217 Einwerfen der TH mit koordinativem Zusatz Abb. 1

Eine gute Variante koordinative Zusatzbelastung zu schaffen ist die Integration der Koordinationsleiter. Mit zwei Koordinationsleitern auf Pfostenhöhe lassen sich die Spieler beim Anlaufen koordinativ belasten, indem verschiedene Schrittmuster vorgegeben werden, beispielsweise:

– 1, 2 oder 3 Kontakte pro Zwischenraum
– Zwei Schritte vor, einer zurück
– Beine Überkreuzen
– 1 Kontakt (1. Zwischenraum), 2 Kontakte (2. Zwischenraum), etc.

Nach Durchlaufen der Leiter erfolgt der Wurf nach Ansage.

Entscheidung zwischen Pass oder direktem Wurf

Für diese koordinative Aufgabe wird ein Zuspieler bei ca. 9 Metern Torentfernung mit einem Ball benötigt. Die Spieler laufen mit Ball Richtung Tor (Anlauf bei ca. 12 Metern). Der Zuspieler passt entweder seinen Ball als Aufsetzer zum Werfer oder behält diesen.

217 Einwerfen der TH mit koordinativem Zusatz Abb. 2

Das Aktionsmuster des Werfers hängt davon ab, welche der beiden Varianten vom Zuspieler ausgewählt wurde. Bekommt der Werfer den Ball des Zuspielers als Aufsetzer, muss er seinen eigenen Ball zum Zuspieler passen und mit dessen Ball den Torwurf nach Ansage ausführen (Abbildung 2).

Entscheidet sich der Zuspieler gegen einen Pass, behält der Werfer seinen Ball und wirft mit diesem aufs Tor.
Gesteigert werden kann dies noch, indem die Art des Passes über die Wurftechnik bestimmt. Spielt der Zuspieler etwa einen Aufsetzer, muss der Schütze einen Schlagwurf und bei einem Direktpass einen Sprungwurf im Anschluss ausführen.

Schnelles Umschalten – Auffangen eines Leibchens

Für diese Variante werden zwei Leibchen benötigt, von denen jeweils eines von einem Helfer (einer links einer rechts) am Schnittpunkt zwischen Kreis- und Torlinie festgehalten wird. Die Schützen werfen zunächst normal nach Ansage auf das Tor.

Direkt nach dem Torwurf eines Spielers, wirft der Helfer auf dessen Seite das Leibchen in die Luft. Der Spieler muss im Anschluss an seinen Torwurf so schnell wie nur möglich umschalten und versuchen zum Leibchen zu sprinten und dieses aufzufangen bevor es den Boden berührt hat.

Nachdem das Leibchen aufgenommen wurde übernimmt der Spieler die Aufgabe vom Helfer und wirft das Leibchen für den nächsten Schützen in die Höhe.

Autor: Robert Nowacki

29. Juni 2016

Kleine Wettkämpfe für die Saisonvorbereitung

Kategorie: Saisonvorbereitung – Autor: KaiDittrich – 18:00

Nicht immer machen die Inhalte der ersten und zweiten Vorbereitungsphase besonders viel Spaß. Meistens geht es darum konditionelle Substanz mit Hilfe von einfachen Übungen aufzubauen. Um jedoch die Motivation der Teilnehmer hoch zu halten, kann man diese Inhalte auch hin und wieder mit Hilfe von Wettkämpfen verpacken.

Bezwinge menschliche Hindernisse – Stabilisation, Kraftausdauer

Der Wettkampf wird im Idealfall auf einer großen ebenen Fläche durchgeführt (Sportplatz). Es werden vor Beginn zwei Mannschaften gebildet. Mit Hilfe einer Mittellinie aus Pylonen im Abstand von ca. 3 Metern werden zwei Bahnen abgetrennt.

216 kleine Wettkämpfe Saisonvorbereitung Abb. 1

Bis auf jeweils einen Spieler begeben sich alle Mitglieder beider Mannschaften in den Liegestütz. Dabei nimmt jeder Spieler die Position neben einer der Pylonen an (s. Abbildung 1), sodass eine Art Kette entsteht. Auf Startkommando beginnen die Startläufer beider Mannschaften vom Anfang der Kette im maximalen Tempo zu deren Ende zu laufen.

Dabei muss über den ersten Mitspieler gesprungen und unter dem zweiten durchgekrabbelt werden, um den nächsten wieder zu überspringen usw. Am Ende der Kette angekommen nimmt ein Spieler ebenfalls auf Höhe einer Pylone Position im Liegestütz und gibt ein Startsignal, für den ersten im Liegestütz befindlichen Teilnehmer seiner Mannschaft, welcher nun über die Hindernisse muss.

Gewonnen hat die Mannschaft, bei der zuerst alle Spieler einmal vollständig die Kette überwunden haben. Je nach Teilnehmerzahl kann dies natürlich variiert werden.

Hallenhälfte sauber halten – Wurfkraft,

216 kleine Wettkämpfe Saisonvorbereitung Abb. 2

Auch in diesem Spiel treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Vor Spielbeginn wird die Halle in der Mitte durch Aufstellen von Turnbänken in zwei Hälften eingeteilt. Jede Mannschaft erhält zu Beginn Medizinbälle ihrer Spielerzahl entsprechend.

Die beiden Teams versuchen ihre Hallenhälfte möglichst frei von Medizinbällen zu halten, indem sie ihre Bälle nach vorgegebener Wurftechnik in die gegnerische Spielfeldhälfte bugsieren.

Gewonnen hat ein Team, wenn es entweder alle Bälle in die Hälfte des Gegners befördert hat oder nach Ablauf einer vorgegebenen Spielzeit weniger Bälle in seiner Hälfte hat als der Gegner.
Mehrere Spiele können unter Vorgabe unterschiedlichster Wurftechniken durchgeführt werden.

Memorylauf – Schnelligkeit

216 kleine Wettkämpfe Saisonvorbereitung Abb. 3

Dieses Staffelspiel kann mit beliebig vielen Mannschaften und in verschiedenen Variationen durchgeführt wird. Grundgedanke ist, dass die Spieler einer Mannschaft versuchen nach einem kurzen Sprint eine Aufgabe zu erfüllen. Hierfür können z.B. mehrere gleiche Memorysätze verwendet werden.

Eine einfachere Variante sieht vor, dass die Mannschaften versuchen von einem Stappel Spielkarten eine bestimmte Farbe zu sammeln. In der Abbildung 3 sind die alle Spielkarten im auf einer Turnmatte ausgebreitet (natürlich sind alle Karten verdeckt). Pro Lauf darf jeder Spieler eine Karte umdrehen. Hat er die richtige Farbe erwischt, darf er diese zurück zum Startpunkt seines Teams mitnehmen.

Gewonnen hat das Team, welche zuerst alle Karten seiner Farbe gesammelt hat.

Autor: Robert Nowacki

18. Juni 2016

Maximalschnelligkeitstraining mit Bergansprints & Tapping

Kategorie: Schnelligkeit – Autor: KaiDittrich – 10:16

Die Schnelligkeit zählt zu den wichtigsten konditionellen Voraussetzungen für einen Handballer. Sie sollte im regulären Trainingsbetrieb additiv zu vielen Übungen aus dem technischen oder koordinativen Bereich trainiert werden. Ein gesondertes Training der Schnelligkeit sollte vor allem in der zweiten Vorbereitungsphase erfolgen.

Grundsätze für das Schnelligkeitstraining

Grundsätzlich ist die Schnelligkeit die am schwersten zu trainierende konditionelle Fähigkeit. Dies liegt unter anderem daran, dass sowohl neuronale als auch energetische Prozesse beim Sprinten von hoher Bedeutung sind. Schnelligkeitstraining sollte immer darauf abzielen, maximale Geschwindigkeiten zu erreichen.

Nach einer maximalen Schnelligkeitsbelastung muss für einen guten Trainingseffekt eine vollständige Erholung des Sportlers erfolgen. Dies gilt jedoch nur dann, wenn das Ziel die Erhöhung des Sprinttempos ist. Möchte man die Widerstandsfähigkeit des Spielers mit vielen Sprints in rascher Reihenfolge verbessern spricht man von Schnelligkeitsausdauertraining.

Zudem sollte nach einer Trainingseinheit mit hohem Anteil an isoliertem Schnelligkeitstraining mindestens zwei Tage auf diese Trainingsinhalte verzichtet werden, da ansonsten neuronale Anpassungsvorgänge gestört und auch Verletzungsrisiken erhöht werden.

Sprintschnelligkeit – Bergabsprints

Für die Verbesserung in Sachen Maximalschnelligkeit empfehlen sich vor allem Schnelligkeitsübungen mit mehr als 100 % Maximalgeschwindigkeit.
Dies funktioniert z.B. über Bergabsprints. Hierfür müssen die Übenden Strecken mit leicht abfallendem Gelände (maximal 3%) in maximaler Geschwindigkeit absolvieren. Eine komplette Erwärmung und gute koordinative Fähigkeiten sind Grundvoraussetzung für solche Schnelligkeitsübungen. Außerdem sollte maximal 30 Meter auf diesen Strecken gesprintet werden. 3-5 Wiederholungen mit vollständigen Pausen reichen aus, um bereits Effekte zu erzielen.

Dieselben Effekte können übrigens auch über Zugsprints erfolgen. Hierbei werden die Übenden zunächst von Mitspielern in einen Sprint gezogen, z.B. über ein elastisches Band und müssen anschließend selbst diese Geschwindigkeit aufrechterhalten.

Explosivität – Bergansprints

Während Bergabsprints eher die neuronale Facette der Sprintschnelligkeit schulen, kommt es bei Sprints in die andere Richtung zur Erhöhung der energetischen Komponente. Durch Sprints entgegen einer Steigung wird die Explosivität eines Sportlers geschult, da er mehr Muskelkraft aufwenden muss um sein Höchsttempo zu erhalten. Ideal hierfür ist ein Gefälle mit bis zu 7,5 % Steigung.

Auch für diese Sprintformen gelten die bereits erwähnten Grundsätze von 3-5 Wiederholungen und vollständigen Pausen. Ein interessanter Ansatz ist es zudem, Bergsprints stets im Wechsel mit normalen Sprints durchzuführen. Hier bieten sich Möglichkeiten Kraft und Leichtigkeit/Spritzigkeit miteinander zu vereinbaren.

maximal schnelles Tapping

Beim Tapping geht es darum in sitzender Position, die Füße mit maximaler Frequenz auf und ab zu bewegen. Hierfür stützen sich die Übenden mit den Händen z.B. auf einem Turnhocker ab. Der Po befindet sich auf der Kante des Hockers, Hüft- und Kniegelenk befinden sich jeweils im 90-Grad-Winkel. Aus dieser Position werden nun die Füße abwechselnd abgehoben und wieder aufgesetzt, das Ganze wie gesagt in maximaler Frequenz.

Bei korrekter Ausführung sollte diese Übung 3 x 5 Sekunden durchgeführt werden (mit jeweils dreisekündiger Pause) und das Ganze unterbrochen von vollständigen Pausen 3-5 Mal wiederholt werden. Auch hier ist steht besonders die neuronale Anpassung im Vordergrund.
Unter dem nachfolgenden Link ist das Ganze auch noch einmal anschaulich im Video dargestellt:

http://vimendo.de/clips/watch/UHhHTMo8SKSFxijibe86MA?ref=exercise

Autor: Robert Nowacki

11. Juni 2016

Mit Zick-Zack-Sprints Antritts- und Handlungsschnelligkeit trainieren

Kategorie: Schnelligkeit – Autor: KaiDittrich – 10:22

Im Folgenden stellen wir eine Grundidee für das Training der Antrittsschnelligkeit vor, welche sich sowohl im Erwachsenen- als auch im Kinderbereich anwenden lässt.

Grundlegendes zur Antrittsschnelligkeit

Unter Antritt versteht man die ersten Meter einer maximal beschleunigten Laufbewegung, also die Initiierung eines Sprints. Neben einer gewissen Grundschnelligkeit und Beschleunigungsfähigkeit ist auch die Handlungsschnelligkeit beim Antritt enorm wichtig.

Für den Handballbereich bedeutet dies, dass man schnell auf Veränderungen von Spielsituationen reagieren muss. Ideales Beispiel hierfür ist das Umschaltspiel in der ersten Welle, bei welchem die Außenspieler sowohl schnell auf den Beinen (konditionell) als auch im Kopf (kognitiv) sein müssen um sich einen Vorteil gegenüber den gegnerischen Abwehrspielern zu verschaffen.

Zur Schulung der kognitiven Handlungsschnelligkeit ist es wichtig Schnelligkeitsaufgaben immer durch unwillkürliche externe Reize auszulösen.

Der Startzeitpunkt für Sprints sollte demnach entweder durch akustische (Pfiff, Aufruf des Namens, o.ä.), taktile (Antippen, Abklatschen, etc.) oder visuelle (Handzeichen, Farbzeichen, Fallenlassen eines Balles, etc.) Reize bestimmt werden, sodass die Übenden gezwungen sind aufmerksam zu sein und ihr Handeln abhängig von diesen Reizen zu machen.

Um zusätzliche Reizpunkte zu setzen empfiehlt es sich zudem die Übenden aus verschiedenen Körperlagen in den Antritt gehen zu lassen, da auch im Handball nicht immer aus einer standardisierten Ausgangsposition in Sprintsituationen gegangen wird. So kann der Start z.B. aus der Bauch- oder Rückenlage, dem Liegestütz oder mit dem Rücken zur Sprintrichtung erfolgen.

Grundübung: Zick-Zack-Sprints mit koordinativer Zusatzkomponente

214 Antrittschnelligkeit ZickZackSprints

Ein komplexes Übungsbeispiel für das Training der Antrittsschnelligkeit ist der Zick-Zack-Sprint. Bei dieser Übungsform werden fünf passive Spieler gemäß der Abbildung in Zick-Zack-Form an Pylonen postiert.
Die Übenden befinden sich zu Beginn an einer Startlinie in vorgegebener Ausgangsposition (z.B. im Liegestütz). Der Übungsleiter entscheidet durch Aufrufen der Namen einzelner Teilnehmer, wer von ihnen den Zick-Zack-Sprint einleiten muss.

Ziel der Grundübung ist es, alle einzelnen Pylonen in maximalem Tempo anzulaufen und an diesen jeweils eine Aufgabe zu erfüllen. Nach Erfüllung dieser Aufgabe, wird sofort die nächste Pylone auf die besagte Art angesprintet. Dies wird wiederholt bis alle Pylonen abgearbeitet und ein letzter Sprint über eine Ziellinie auf der gegenüberliegenden Seite angezogen wurde.

Beispiel zur Umsetzung mit Stabilisationskomponente für Teilnehmer an Pylonen

Im abgebildeten Übungsbeispiel müssen die Sprinter einen Doppelpass mit dem Spieler an der jeweiligen Pylone (5 Stationen) spielen bevor die nächste Station angelaufen werden darf. Die stehenden Spieler können zusätzlich belastet werden, indem sie Stabilisationsübungen durchführen während sie auf die sprintenden Spieler warten, wie z.B. einbeiniges Stehen oder beidbeiniges Stehen mit starker Beugung der Knie, erhobenen Armen und kompletter Ganzkörperspannung.

Weitere Ideen für die Zick-Zack-Sprints

Aufbauend auf der Idee des Zick-Zack-Sprints lassen sich viele Modifikationen und Erschwerungen hinzufügen, z.B.: Durchführung als Staffelspiel, Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtslaufen, kämpferische Balleroberung an den Pylonen durch herausziehen des Balles aus den Händen der anderen Spieler, Antritt mit Ball (Prellen), Erschwerung durch Tragen oder Passen von Medizinbällen

Autor: Robert Nowacki