Handballtraining Handballübungen


18. Februar 2017

Varianten des Passquadrates (Teil 1)

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 10:42

Die meisten von uns kennen die Übung des Passquadrates, bei die Ecken eines Quadrates mit jeweils gleich vielen Spielern besetzt werden und die Spieler von einer Ecke zur nächsten laufen, um während des Laufens einen Pass zu fangen und direkt weiter zum aus der nächsten Ecke startenden Spieler zu leiten (Abb. 1).

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Eine Übung, welche ihren Zweck besonders im Jugendhandball erfüllt und das aneinander ketten der Einzeltechniken Fangen, Laufen und Werfen sowie die Präzision beim Passen in den Lauf schult. Dennoch birgt die Übung auch die Gefahr einer gewissen Eintönigkeit. Daher haben wir einige Variationen zusammengetragen, wie das Passquadrat für unterschiedliche Trainingszwecke modifiziert werden kann.

Grundlegende Variationen der Laufwege

Die einfachste Veränderung ist natürlich schon durch eine Umgestaltung der Größe des Quadrates gegeben. Je kleiner das Quadrat ist, umso höher ist die Belastung, umso mehr Ballkontakte haben die Spieler und umso genauer und schneller müssen die Abläufe gespielt werden. Es ist auch möglich aus dem Quadrat ein Viereck mit zwei sehr kurzen und zwei sehr langen Seiten zu machen.

Weiterhin kann aus dem einfachen Passen-Nachlaufen-Prinzip auch ein Stoßen-Rückstoßen-Prinzip gemacht werden, indem die Spieler nachdem sie den Ball erhalten und weiter gespielt haben nicht zur nächsten Ecke laufen, sondern sich schnell wieder durch rückwärtslaufen zur ihrer ursprünglichen Ecke zurückbewegen.

Weiterhin kann der umgehende Einbau von Richtungswechseln, z.B. auf Pfiff, für zusätzliche Schulung der Handlungsschnelligkeit führen, genauso wie die Durchführung mit zwei Bällen.

Varianten mit Gegnerdruck

Werden die Grundlagen des Passens in den Lauf sicher beherrscht, kann damit begonnen werden Übungen mit gegnerischem Druck einzuführen. Für das Passquadrat bieten sich hier u.a. zwei Varianten an.
Variante 1 benötigt zwei Abwehrspieler welche jeweils versuchen die Pässe abzufangen. Dabei darf lediglich ein Abwehrspieler gleichzeitig zwischen Passgeber und Empfänger stehen.

243 Variationen Passquadrat Abb. 2

In Abbildung 2 sehen wir die gelben Abwehrspieler, wie sie versuchen den Passweg zu verstellen. Der Passgeber muss demnach den richtigen Moment abwarten den Ball weiterzuspielen. Hier kann auch das einmalige Tippen zum Verzögern des Abspiels erlaubt werden. Für die Abwehrspieler wird gleichermaßen Kommunikation untereinander und Beinarbeit gefordert.

243 Variationen Passquadrat Abb. 3

Bei Variante 2 werden die Abwehrspieler direkt auf den Bahne zwischen den Eckpunkten postiert (s. Abbildung 3). Die Spieler im Ballbesitz dürfen den Ball erst einen Pass spielen, wenn sie im Eins-Gegen-Eins am Abwehrspieler vorbeigehen konnten, wobei die Verteidiger hier zunächst nur halbaktiv Gegenwehr leisten sollten.

Es wird also ein weiteres Technikbild in die Übung integriert. Durch die Eins-Eins-Bewegung verändert sich natürlich auch grundlegend das nötige Timing für den nächsten Spieler um anzulaufen. Nachdem ein Pass gespielt wurde übernimmt der Passgeber die Rolle des Abwehrspielers auf seiner Bahn.

Autor: Robert Nowacki

17. Dezember 2016

Übungsformen zum Passtäuschungen – Erwärmung und Grundübungen

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 08:50

Passtäuschungen sind besonders für Repertoire von Rückraumspielern sehr nützlich. Sie können dabei helfen die gegnerische Abwehrreihe so zu stellen, wie es der Angreifer möchte und somit Räume für Durchbrüche insbesondere auf den Halbpositionen zu schaffen. Im Folgenden gibt es von uns exemplarische Grundübungen, bei welcher das Thema Passtäuschung im Fokus steht.

Passtäuschung in Dreiergruppen mit zwei Bällen

Nach einer allgemeinen Erwärmung werden Dreiergruppen gebildet. Zunächst sollte innerhalb der Dreiergruppe eine etwa fünfminütige Einpassphase im Dreieck durchgeführt werden. Bereits hier kann mit zwei Bällen pro Gruppe gearbeitet werden um die Aufmerksamkeit für die Folgeübung zu schärfen.

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Bei dieser wird die Länge des Spielfeldes von der Dreiergruppe überbrückt. Dabei werden jeweils Passtäuschungen und Passaktionen im Wechsel vorgetragen. Zu Beginn der Übung haben der Spieler in der Mitte und ein zweiter Spieler auf der Seite den Ball. Beide Spieler führen eine Passtäuschung vom Spieler ohne Ball entfernt aus und spielen ihren Ball anschließend in die Gegenrichtung ab (s. Abbildung 1).

Wichtig dabei ist, dass der Pass des Spielers in der Mitte etwas früher gespielt wird, da er im Anschluss erst den Ball von der anderen Seite fangen kann. Danach wird die Übung spiegelverkehrt durchgeführt. Es sollte auf regelgerechte Bewegung geachtet werden (Schritte beachten, ggf. Prellen).

Rückstoßbewegung mit Passtäuschung auf Rückraum Mitte

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Die oben beschriebene Gruppenübung wird als Stoßübung adaptiert. Die Spieler verteilen sich auf den drei Rückraumpositionen. Rückraum Mitte wird dabei doppelt besetzt (s. Abbildung 2) und führt nach einem Pass von der Halbposition eine Passtäuschung zur anderen Halbposition aus. Anschließend wird der Ball zur Halbposition zurückgepasst (Doppelpässe). Eine hohe Intensität der Übung ergibt sich, wenn die Spieler nach jeder Aktion eine Position nach links rücken, wobei die Halbspieler zwei Pässe spielen müssen.

Torhüter einwerfen nach Passtäuschung

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Die Feldspieler stellen sich in zwei Reihen (Pfostenhöhe) bei ca. 12 Meter vom Tor entfernt auf. Der erste Spieler benötigt keinen Ball, alle anderen schon. Nach Pass vom Spieler aus der anderen Reihe wird zunächst ein Pass nach außen angetäuscht und anschließend nach Ansage auf das Tor geworfen (s. Abbildung 3).

In der einfachen Variante darf nach der Passtäuschung noch einmal getippt werden, in der schwierigen nicht. Der letzte Spieler erhält seinen Ball von einem externen Zuspieler.

Autor: Robert Nowacki

2. Mai 2015

Kleingruppenübung – Halb- und Außenangreifer

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 08:41

Im Folgenden zeigen wir euch eine Übung zur Schulung des Zusammenspiels in der kleinen Gruppe zwischen Halb- und Außenangreifern.

Übungsaufbau

Zu Beginn der Übung werden am Kreis mit Hilfe von Pylonen zwei Spielbereiche gekennzeichnet (s. Abb. 1). Diese Bereiche werden jeweils von einem Außenverteidiger und einem Halbverteidiger abgesichert. Die restlichen Spieler verteilen sich auf den Angriffspositionen LA, RL, RR, RA. Dabei sollten mindestens die Außenpositionen doppelt besetzt sein. Dort werden auch die benötigten Handbälle in einer Kiste gelagert. Zusätzlich wird ein Verbindungsspieler auf RM installiert.

Übungsablauf

Die Übung beginnt mit einer Anzugsbewegung von LA (rote Laufwege). Der LA versucht dabei möglichst torgefährlich auf die Lücke zwischen den beiden Verteidigern zu ziehen und den Ball anschließend auf RL abzulegen, welcher seinerseits die Eins-Eins-Bewegung gegen den halbrechten Abwehrspieler zur Mitte sucht und den Ball zum Verbindungsspieler auf der Mittelposition passt.
Dieser spielt RR an, welcher in das Eins-Gegen-Eins mit dem Halbverteidiger nach außen geht. Diese Bewegung sollte so dynamisch sein, dass der linke Außenverteidiger aushelfen muss und somit RA freigespielt werden kann und mit möglichst gutem Wurfwinkel abschließt.
Direkt nach dem Torwurf von RA zieht der zweite RA mit Ball an und die Übung geht in die entgegengesetzte Richtung weiter, um LA freizuspielen.

Was zu beachten ist/Korrekturen

Eins-Eins-Bewegungen in die Tiefe:

Insbesondere der letzte Schritt sollte klar Richtung Tor gehen, sodass der zweite Abwehrspieler gebunden wird
Anlauftiming
Alle Spieler nehmen den Ball im Lauf an
Die Halbangreifer brauchen jedoch bei Ballannahme noch genügend Abstand zum Ansetzen der Eins-Gegen-Eins-Bewegung
Sauberes Passspiel
Pässe in den Lauf auf Brusthöhe
Letzter Pass auf den wurfbereiten Außen evtl. als Tippanspiel
Unterschiedliche Eins-Eins-Bewegung
Klassische Finte zur Hand
Höherer Schwierigkeitsgrad gegen die Hand –> evtl. Überzieher anwenden um Arm für den Pass freizubekommen

Variationen

Die Übung kann Schritt für Schritt für eine freie Entscheidungsfindung geöffnet werden. Dies bedeutet, dass auch die Halbspieler oder der anziehende Außenspieler bereits den Torabschluss suchen können, falls sie einen Zweikampf für sich entscheiden.

Außerdem ist es möglich ohne Verbindungsspieler auf der Mittelposition (Grundübung für das 4:2 Angriffssystem) und mit langen Pässen von einer Halbposition zur anderen zu agieren, z.B. auch zur Übung des Überpasses bei 5:1 oder 3:2:1 Deckungssystemen.

Autor: Robert Nowacki

15. April 2015

Kreuzen zwischen Rückraum- und Außenspielern – Übungsbeispiel

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 09:34

Basisübung: Wurf aus einfachem Kreuz Halb-Außen (s. Abbildung 1)

Für die Übung benötigt werden zwei Blockspieler auf den Halbverteidigerpositionen. Die Linkshänder verteilen sich auf RR und RA, die Rechtshänder auf RL und LA. Der erste RR hat einen Ball, der erste RL zunächst nicht. Alle anderen Spieler auf die auf den Halbpositionen anstehen haben ebenfalls einen Ball.
RR spielt den Ball zu RL, welcher direkt seinen Außenspieler holt (blauer Laufweg), welcher nach Ballerhalt mit einem Sprungwurf gegen den Blockspieler abschließt. Anschließend wir die Übung auf der rechten Seite wiederholt.

Die Übung soll vor allem dazu dienen, den Außenspielern die Basisbewegung des Kreuzens mit dem Rückraum zu erlernen. Der Außenspieler startet bereits kurz bevor der Halbspieler überhaupt den Ball fängt um in einem großen Bogen anzulaufen, sodass er gerade Richtung Tor stoßen kann (roter Laufweg).

Erweiterung: Entscheidung im 3 vs. 2

Für die Erweiterung der Basisübung werden zwei Abwehrspieler auf beiden Angriffsseiten benötigt. Ein Spielbereich wird gemäß der Abbildung 2 mit Pylonen begrenzt. Ein Zuspieler wird auf Rückraum Mitte mit Ballkiste platziert. Es wird mindestens ein Kreisläufer benötigt.
Nach Pass des Zuspielers holt der Rückraumhalbe seinen Außenspieler und geht anschließend in die Sperre gegen den Außenverteidiger. Der Außenspieler geht wie in der Basisübung auch Richtung Tor und entscheidet anhand des Verhaltens der beiden Verteidiger, welche Aktion er ausführt.
Im Folgenden gibt es einige Szenarien nebst Lösungsansätzen. Diese sind jedoch auch in Anbetracht der Stärken und Schwächen des Außenspielers einzusetzen und sollten eher als Empfehlung gelten. Wichtig ist, dass die Außenspieler lernen die Situationen zu erkennen und bestmöglich darauf zu reagieren.

Szenario 1: Halbabwehrspieler bleibt defensiv und kreisorientiert
Lösung: Wurf aus dem Rückraum (möglichst Blockecke)
Szenario: 2 Abwehrspieler geht früh raus auf den kreuzenden Außen
Lösung 1: Kreisanspiel Tipppass (sofern der Außenverteidiger die Sperre umläuft)
Lösung 2: Anspiel des auflösenden Halben (sofern Außenverteidiger sich deutlich sperren lässt
Szenario 3: Halbverteidiger verteidigt im Raum zwischen Kreisspieler und kreuzendem Außen
Lösung: Offensivsperre von Kreisläufer gegen Halbverteidiger = Chance zum Durchbruch/Sperre absetzen

Erweiterung auf 6vs. 6

Wettkampfnah lässt sich die Übung auch auf das 6 vs. 6 übertragen, indem aus dem Spiel mit zwei Kreisläufern immer wieder der Wechsel zwischen Halb und außen forciert wird.

Autor: Robert Nowacki

21. Juli 2014

Beachhandballtraining – Kempa-Trick – Passtiming

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 08:32

Beim Beachhanball gibt es bekanntlich Aktionen, welche einer Mannschaft gleich zwei Punkte einbringen können. Zu diesen – im Regelwerk mit den Attributen spektakulär und kreativ beschriebenen – Aktionen gehört der Kempa-Trick. Im Hallenhandball eher eine Rarität, bildet seine Beherrschung im Beachhandball beinahe schon eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Angriffsspiel.

Dabei wird das Springen durch die geringe Härte des Sanduntergrundes erschwert, gleichzeitig werden jedoch Stürze aus der Höhe besser abgefedert. Für einen erfolgreichen Kempa-Trick sind zwei Sachen grundlegend:

Timing des Passgeber
Sprunghöhe des Passempfängers
Beides kann im Training mit einfachen Mitteln eingeübt werden.

Grundlegende Übungen und Integration des „Kempas“

Zur Vorbereitung auf eine Trainingseinheit in deren Mittelpunkt der Kempa-Trick steht, reicht es bereits bekannte Übungen und Spiele etwas zu modifizieren. So können einfache Passübungen das Passen per Kempa-Trick zum Gegenstand haben.

Auch kleinere Spiele wie Parteiball kann man dementsprechend umgestalten, dass nur Zuspiele als Punkt gewertet werden, die in der Luft gefangen und gleich weitergepasst werden.

Beispielübung: Dreieckspassen

Drei Spieler passen sich einen Ball untereinander zu. Der Ball darf dabei lediglich im Sprung angenommen werden und muss vor der Landung auf dem Boden weitergespielt werden. Zusätzliche Erschwerungen lassen sich durch vermehrte Bewegung (Übung im Laufen) oder durch konditionelle Zusatzaspekte (z.B. 1 Liegestütz nach erfolgreichem Pass) einbauen.

Passtiming trainieren

Das Timing des Kempapasses lässt sich durch einfaches Wiederholungstraining trainieren. Zunächst sollte der Pass aus dem Stand oder mit einem Schritt Anlauf gespielt werden. Gelingt der Pass unter diesen Bedingungen sicher, können Spielsituationen nachgestellt werden.
In Abbildung 1 ist eine Beispielübung dargestellt. Die beiden Übenden laufen gemeinsam passenderweise Richtung Tor. Einer der Partner springt über der Hochsprungmatte zum Kempa und wird von seinem Mitspieler mit einem Kempapass bedient.

Auch hier kann durch Vorbelastung (Parcours mit koordinativen/konditionellen Elementen) oder Störfaktoren (z.B. Pass über einen Gegenspieler) eine zusätzliche Übungserschwerung erreicht werden.
Autor: Robert Nowacki

28. Januar 2014

Komplexe Passübungen

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 10:15

Die folgenden Übungen verbinden Elemente des Kreuzens, Parallelstoßens und Kreisspiels. Die Spieler sollen schnell hintereinander verschiedene Techniken und Spielsituationen bewältigen.

Übung 1 (Mittelposition)

Für die Übung werden alle Angriffspositionen besetzt. Zwei Pylonen beschränken den Wurfwinkel für die Außenspieler. In der Abwehr werden zwei Blockspieler im Zentrum benötigt. Auf den Außenpositionen und der Mittelposition werden Ballkisten aufgestellt (s. Abb. 1).

Der Hauptübende ist RM (weißes Trikot/schwarze Laufwege in der Abbildung 1). Er beginnt mit dem Ball ein Kreuz mit RR zu laufen, der über den Block abschließt. RM erhält anschließend einen Ball von RA, stößt zwischen die Abwehrpositionen 1 und 2 und legt den Ball wieder auf RA, welcher mit Sprungwurf abschließt. RM läuft zurück auf seine Ausgangsposition, holt einen Ball aus der Kiste und wiederholt dieselbe Übungsabfolge mit RL und LA. Zuletzt spielt er mit dem Kreisläufer gegen die beiden Blockspieler eine 2-Gegen-2 Situation aus (Stichwort: Sperre Absetzen). Danach ist der nächste Spieler an der Reihe.

Übung 2 (Halbposition)

Für die folgende Übungsaufgabe wird mit Pylonen ein ca. 1 Meter großer Bereich des Torkreises auf der Position (AR-HR) begrenzt (s. Abb. 2). Benötigt werden Spieler auf der RA, RR und RM Position (bzw. gespiegelt auf der anderen Seite). Bei RA und RM werden zusätzlich zwei Ballkisten benötigt.

Der Hauptübende ist RR. Er erhält den ersten Ball von RM und stößt auf die 1 Meter breite Lücke zwischen beiden Pylonen. Im letzten Moment legt er auf RA ab, der mit Sprungwurf abschließt (s. Abb.: schwarze Lauf-/Ballwege). Anschließend geht er über seine Ausgangsposition zurück und läuft ein Kreuz mit RM, welcher zwischen die Pylonen stößt und abschließt (roter Laufweg). Direkt danach stößt er erneut auf die Lücke zwischen den Pylonen und erhält von RA den Ball in den Lauf. Der Torabschluss erfolgt mit Sprungwurf.

Zusammenfassung für RR: 1. Ablegen auf RA nach Pass von RM  2. Kreuz mit RM nach Pass von RM  3. Wurf von 6 Metern nach Pass von RA
Tipp: Anstelle der Pylonen können aktive/passive Gegenspieler postiert werden. Dadurch ist auch die Umwandlung in ein Entscheidungstraining schnell möglich.

R. N.

21. Januar 2014

Kreuzen ohne Ball (Leerkreuz)

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 10:04

Das Kreuzen an sich gehört zu den elementaren spieltaktischen Aspekten im Handballsport. Kaum ein Mittel ist besser geeignet um Abwehrreihen auseinanderzuziehen und Lücken zu schaffen. Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie, wann und wo ein Kreuz angesetzt werden kann. Im Folgenden wird eine besondere Form des Kreuzens kurz vorgestellt und analysiert.

Kreuzen ohne Ball – das Leerkreuz

Es muss nicht immer mit dem Ball gekreuzt werden. Das Leerkreuz hat mittlerweile Einzug in viele einstudierte Spielzüge gefunden. Dabei wird, wie auch beim normalen Kreuzen, ein Positionswechsel zweier Spieler vorgenommen, allerdings ohne den Ball. Besonders das Leerkreuz zwischen Mittel- und Halbspieler ist mittlerweile sehr häufig zu sehen. In unserem Beispiel (s. Abb. 1) passt RM den Ball zu RR.

Im selben Moment beginnt das Leerkreuz zwischen RM und RL, die ihre Positionen tauschen. RL kommt also mit viel Anlauf über die Mittelposition und erhält dort den Ball aus einer parallelen Anzugsbewegung von RR. Besonders gut ist dieses Leerkreuz geeignet, um aussichtsreiche Positionen für wurfstarke Halbspieler zu schaffen, wenn diese vom Gegner auf ihrer ursprünglichen Position früh attackiert werden. Durch den großen Druck, der durch das Leerkreuz entsteht sind viele unterschiedliche Folgeaktionen denkbar.
Z.B.:
– Sperre absetzen mit KM zwischen 3 und 4
– Abräumen über rechts
– Rückstoßen mit auf der linken Halbposition befindlichem RM
– langes Kreuz mit RA und anschließend paralleles Stoßen nach links

Übungsformen zum Kreuzen ohne Ball

Das Leerkreuz lässt sich durch einfaches Wiederholungstraining üben (s. Abb. 2). Die Spieler werden dafür in Dreiergruppen aufgeteilt. Jeweils zwei Gruppen stehen sich gegenüber, wobei nur eine von ihnen einen Handball hat. Diese Gruppe beginnt mit der Ausführung eines Leerkreuzes, wie bereits oben beschrieben. Nachdem RL den Ball erhalten hat, spielt er den Ball zum RM der anderen Gruppe, welche die Übung wiederholt. Die gegenüberliegende Gruppe dient jeweils als Orientierungshilfe für die Lauf- und Passwege. Später kann man die Übung auch mit Torabschluss durch RL ausführen lassen, sodass die Dreiergruppe ohne Ball als passive Verteidigung agiert.

R. N.

28. Oktober 2013

Passtäuschungen

Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 08:13

Im Folgenden erklären wir drei kleine Übung um Passtäuschungen zu erlernen, zu verbessern und anzuwenden.
Passtäuschung zur einen, Pass zur anderen Seite
Für die folgende Übung werden zwei Turnmatten im Abstand von ca. 3 Metern auf den Hallenboden gelegt (Position 8 Meter RL u. RR.). Die Übenden bilden hinter jeder Matte je eine Reihe. Der erste Spieler einer Reihe hat einen Handball und läuft mit diesem dicht am äußeren Rand seiner Matte vorbei. Ist er auf der Höhe der Matte, täuscht er einen Pass auf die Außenposition an und bewegt sich danach im Bogen auf die andere Mattenseite (s. Abb. 1). Dort angekommen spielt er seinen Ball zum ersten Spieler der anderen Reihe, welcher die Übung an der zweiten Matte wiederholt. Die Übung kann damit permanent fortgeführt werden.

Variationen
Selbstverständlich ist die Übung auch in anderer Form möglich. Die Passtäuschung kann zur Mitte und der Pass nach außen gespielt werden. Dafür wird lediglich ein Anspieler auf beiden Außenpositionen benötigt. Somit können beide reihen unabhängig voneinander gleichzeitig üben. Des Weiteren kann je nach Spielerzahl auch mit vier Matten (LA, RL, RR, RA) geübt werden
4-Gegen-4
Gespielt wird im abgegrenzten Feld 4-Gegen-4. Die Art der Passtäuschung wird vorgegeben (s. Abb.2).
Beispiel:
Von LA an wird normal gestoßen bis zu RM, welcher den parallelen Pass zu RR antäuscht, den Ball jedoch zurück zu RL spielt, der zwischen 1 und 2 stößt (Ablegen auf Außen od. Torabschluss).

Passtäuschung im Doppelkreuz
Zwei Spieler decken als zentrale Verteidiger das Tor. Auf den Halbpositionen werden je zwei Slalomstangen in ca. 1 Meter Breite aufgestellt (s. Abb.3). Die Angriffsspieler verteilen sich auf die drei Rückraumpositionen. RM hat den Ball und beginnt ein kurzes Kreuz mit RL zu laufen (s. grüner Punkt), welcher das lange mit RR läuft. Anstatt jedoch den Pass zu RR zu spielen, täuscht er diesen an, tippt den Ball auf (s. roter Punkt) und stößt zwischen den beiden Stangen auf der halbrechten Seite. Diese Art der Passtäuschung bietet Spielern im Wettkampf zusätzliche Möglichkeiten intuitiv auf das Verhalten der gegnerischen Abwehr bei Kreuzungen zu reagieren.


Robert Nowacki

21. Juni 2009

Bälle abspielen und abfangen – 4

Kategorie: Passen – Autor: admin – 23:31

2 Teams mit je 4 Spielern haben jeweils einen Ball den Sie untereinander auf einem begrenzten Spielfeld abspielen sollen. Gleichzeitig wird versucht, den gegnerischen Ball zu bekommen.