Handballtraining Handballübungen


15. November 2016

Zwei häufige Fehler beim offensiven Eins-Gegen-Eins

Kategorie: Zweikampf – Autor: KaiDittrich – 14:46

Für eine richtig gute Körpertäuschung braucht man vor allem Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Explosivität. Viele Spieler bringen diese Fertigkeiten auch mit, doch häufig gibt es auf der technischen Ebene einige Fehler, die verhindern, dass ein Handballspieler sein volles Potential im offensivem Eins-Gegen-Eins ausschöpfen kann.

Hier sollte man als Trainer ein Auge darauf haben und gegebenenfalls früh zur Fehlerkorrektur schreiten, damit die vorhandenen Potentiale auch genutzt werden können.

Fehler 1: Auf den Gegenspieler laufen, anstatt in die Lücke

Der wohl häufigste und zugleich am schwersten wiegende Fehler ist der, dass viele Angriffsspieler zunächst direkt auf den Abwehrspieler zu laufen und erst im letzten Moment versuchen, in eine Lücke zu stoßen.

Hier liegt ein grundlegender taktischer Fehler, welcher anhand der simplen Abbildung 1 gut verdeutlicht werden kann. Im linken Schaubild läuft der Angreifer frontal auf seinen Gegenspieler, um dann auf einer Seite vorbeizugehen. Der Abwehrspieler kann so lange mit seiner Reaktion warten, bis sich der Angreifer für eine Seite entscheidet oder durch den Schritt nach vorne ein recht einfaches Stoppfoul begehen. Die Abstände zu den Pylonen bleiben gleichgroß und in einer Wettkampfsituation kann der nächste Abwehrspieler problemlos und auf kurzem Wege aushelfen.

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Im rechten Schaubild hingegen zieht der Angreifer von Beginn an in die Lücke zwischen der linken Pylone und dem Abwehrspieler. Dieser muss sein Stellungsspiel so anpassen, dass er dem Angreifer die Durchbruchchance nehmen kann. Dies hat zur Folge, dass der Abstand zur rechten Pylone größer wird. Hier liegt nun die Chance für den Angreifer durch die schnelle Richtungsänderung in den neu entstandenen Raum zu stoßen.

In einer Spielsituation führt das dann dazu, dass entweder ein anderer Abwehrspieler aushelfen und nachrücken muss und neben diesem wieder ein Raum für einen parallel mitstoßenden Angreifer entsteht oder der Angreifer erhält die Gelegenheit selbst torgefährlich in den Raum zu gelangen.
Einfache Übungsreihen, wie z.B. Eins-Gegen-Eins Training auf verengtem Raum (Abb. 1) können bei guter Erklärung und Führung durch den Trainer sehr effektiv genutzt werden, um fehlerhafte Technikbilder zu verbessern.

Fehler 2: Ball wird nur in einer Hand bzw. zu lange in beiden Händen gehalten

Ein Technikfehler, der sich vor allem bei Spielern manifestiert, die ihre Eins-Gegen-Eins Situationen fast immer zur Wurfhand lösen möchten ist es, den Ball schon vor der Zweikampfsituation in der betreffenden Hand zu halten.

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Dies verrät dem Abwehrspieler meist, auf welcher Seite der Angreifer vorbeigehen möchte und macht es zudem einfacher für den Verteidiger sein Stellungsspiel anzupassen. Ein Angreifer, der den Ball in der linken Hand hat, wird es schwerer haben noch auf der rechten Seite am Abwehrspieler vorbeizukommen.

Zudem ist es schwieriger den Ball in Kontaktsituationen mit einer Hand zu behaupten. Der Wechsel von zwei Händen auf eine Hand sollte erst erfolgen, wenn der Angreifer den finalen Schritt zum Lösen der Eins-Eins-Bewegung (Gegenbewegung) angesetzt hat.

Dann ist das Wechseln auf eine Hand wichtig, da der Körper so vielversprechend zwischen Gegenspieler und Ballhand gebracht werden kann.
Eine ganz simple Grundübung sieht vor, dass ein Angriffsspieler versucht, entweder das linke oder das rechte Hütchen eines 2-2,5 Meter großen Spielbereichs mit der jeweiligen Hand zu berühren und dem Gegner erst in letzter Sekunde durch den Handwechsel die Richtung zu offenbaren (s. Abbildung 2).

Autor: Robert Nowacki

24. Juni 2014

Kleine Spiele zur Förderung der Zweikampfstärke im Kinderhandball

Kategorie: Zweikampf – Autor: KaiDittrich – 11:37

Handball ist eine Kontaktsportart. Gerade für den Kinder- und Jugendhandball bedeutet dies, dass Übungsleiter das Training derart gestalten müssen, dass Körperkontakt gefördert und gefordert wird. Dies setzt voraus, dass die eigenen Schützlinge Berührungsängste abbauen und Spaß an Zweikampfsituationen finden. Hierfür gibt es einige kleine Spiele, mit deren Hilfe ein Heranführen an Körperkontaktsituationen, besonders für Anfänger, bewerkstelligt werden kann.

Zweikampf um den Ball

Für das Spiel finden sich die Teilnehmer in Paaren zusammen. Jedes Paar benötigt einen Medizinball (wahlweise auch Handball). Ein Paar stellt sich in der Mitte eines vorher markierten Spielfeldes (4×4 Meter) auf. Beide Partner umklammern den Ball fest mit beiden Händen (s. Abb. 1). Auf ein Startsignal hin, versucht jeder Partner seinen Gegenüber mitsamt dem Ball wegzuziehen. Gewonnen hat, wer seinen Gegner aus dem Spielfeld zieht oder ihm den Ball entreißt.

Burger Wenden

Auch dieses Spiel wird paarweise durchgeführt. Jedes Paar benötigt 1-2 Turnmatten. Einer der Partner legt sich bäuchlings auf die Matte und setzt seinen Körper unter Spannung. Sein Partner versucht nun ihn von der Bauch- in die Rücklage zu drehen. Dabei dürfen keine Hebel an den Gliedmaßen angesetzt werden.
Es können auch mehrere Kinder versuchen einen besonders starken Spieler in die Rückenlage zu drehen.

Liegestützbrawl

Ein besonders beliebtes Spiel zur Schulung der Zweikampfstärke ist das „Liegestützduell“, bei dem zwei Gegner sich im Liegestütz gegenüberstehen und versuchen müssen dem anderen die Hände so wegzuziehen, dass er das Gleichgewicht verliert.
Dieses Spiel ist auch als Massenkampf durchführbar. Hierfür wird mit Turnmatten ein großes Spielfeld ausgelegt auf dem alle Spieler ausreichen Platz haben. Die Mitspielenden befinden sich die ganze Zeit über im Liegestütz, dürfen sich allerdings im Vierfüßlergang über das Spielfeld bewegen. Begegnen sich zwei Spieler müssen sie anhalten und ein Liegestützduell austragen, wobei der Gewinner sich weiter fortbewegen darf und der Verlierer ausscheidet, bzw. eine Strafaufgabe erledigen muss.
Autor: Robert Nowacki

14. März 2014

Horrordiagnose Kreuzbandriss – Prophylaxemaßnahmen Teil 2 (Propriozeptives Training)

Kategorie: Zweikampf – Autor: KaiDittrich – 08:29

Wie im letzten Beitrag bereits angekündigt stellen wir euch heute einige Übungen vor, welche einerseits kräftigend auf die knieumgebende Muskulatur wirken und andererseits die Wahrnehmung körpereigener Bewegung und Lageveränderung durch Rezeptoren schulen. Die Übungen lassen sich besonders gut ins Kreis- und Zirkeltraining (speziell in der Saisonvorbereitung) integrieren, können aber auch ergänzend zu oder als Abschluss einer Trainingseinheit verwendet werden.

1) Üben im Ausfallschritt

Aus der einfachen Übung eines Ausfallschrittes kann man viele propriozeptive Zusatzreize setzen. Die Hauptlast bei einem Ausfallschritt liegt auf dem vorderen Bein, welches durch kleinste Ausgleichsbewegungen in den Gelenken dafür sorgt, dass das Gleichgewicht gewahrt werden kann.
Die Grundübung (s. Abb. 1) sieht ein Halten des Ausfallschrittes über einen längeren Zeitraum von 10-30 Sekunden (abhängig von Zusatzbelastung und Trainingsziel) vor. Für das propriozeptive Training sind zusätzliche Erschwerungen förderlich. Diese können u.a. sein:
– Wackelige oder instabile Untergründe (z.B. weiche Matten, Airex pads, Medizinbälle, etc.)
– Zug- oder Stoßbewegungen (z.B. als Partnerübung, indem der Übende im Ausfallschritt die Stellung auch bei leichten Stößen vom Partner oder Ziehen an einem am Oberschenkel befestigtem Theraband halten muss)
– Zusatzgweichte (Kurzhanteln oder Hantelscheiben, die vor der Brust gehalten werden)
– Koordinative Zusätze (z.B. Zuspiele mit einem Handball fangen und mit beiden Händen zurück passen, Oberkörperdrehungen zur Seite)

2) Übung mit dem Pezziball

Mit dem Pezziball lässt sich ebenfalls eine Vielzahl an Kräftigungsübungen ausführen. Für eine besondere Belastung der knieumgebenden Muskulatur legt sich ein Übender mit den Schultern auf den Pezziball. Die beiden Beine stehen (s. Abb. 2) im 90-Gradwinkel gebeugt auf dem Boden. Der Übende beginnt nun den Pezziball mit seinem Oberkörper vor und zurück zu rollen, wohingegen die Füße fest an Ort und Stelle bleiben.
Ist dies nicht anspruchsvoll genug kann der Übende auch nach links und rechts bzw. schräg über den Ball rollen. Besonders schwer wird die Übung, wenn lediglich ein Bein zum Ausgleichen der Bewegungen genutzt wird und das zweite Bein gestreckt in Verlängerung des Körpers gehalten wird.

3) Partnerübung im Einbeinstand

Für eine weitere Übung werden Paare gebildet. Beide Partner befestigen ein Theraband in der richtigen Höhe (s. Abb. 3) an einer Sprossenwand und steigen in die entstandene Schlaufe ein, sodass das Theraband knapp über dem Knie anliegt. Sie entfernen sich so weit von der Sprossenwand, sodass ein deutlicher Zug des Therabandes spürbar wird und gehen in den Einbeinstand. Anschließend passen sie sich einen Handball/Medizinball zu. Das Fangen und Werfen stellt einen zusätzlichen Reiz bei der Erhaltung des Gleichgewichts dar, welches durch das Theraband zusätzlich beeinträchtig wird.
Nach dreißig Sekunden erfolgt eine Pause, in welcher zunächst das Standbein (mit Theraband) gewechselt wird. Anschließend beginnt die Übung von Neuem. Wichtig ist nicht nur das Standbein zu verändern, sondern auch die Zugrichtung des Therabandes. Daher sollten beide Partner für einen zweiten Durchgang ihre Position tauschen, sodass jedes Kniegelenk sowohl nach außen, als auch nach innen stabilisieren muss.

Bildquellen:
• http://images.womenshealth.de/fm/1/thumbnails/WH050612_BastianGroscurth_Laufen_Rueckwaerts_Ausfallschritt_800x533.jpg.64103.jpg
• http://static.zoonar.de/img/www_repository3/57/a3/a2/10_5cb0d6541d535c0f5005d61f91a9e21a.jpg

7. März 2014

Horrordiagnose Kreuzbandriss – Prophylaxemaßnahmen Teil 1 (Grundwissen)

Kategorie: Zweikampf – Autor: KaiDittrich – 16:20

Kreuzbandrisse sind für jeden Sportler ein Albtraum. Insbesondere für den Riss des vorderen Kreuzbandes ist der Handballsport leider prädestiniert. Schnelle Richtungswechsel, Gegnerkontakt und Situationen mit Verlust der Körperkontrolle führen häufig zu Situationen, in welchen die Belastung auf die Kreuzbänder im Kniegelenk zu hoch wird und diese reißen. Oftmals werden auch noch Seitenband und Meniskus in Mitleidenschaft gezogen.
Die Folgen sind beim Otto-Normal-Sportler meist Operation und anschließend 9-12 Monate Pause inklusive Rehamaßnahmen. Wir wollen im Folgenden aufzeigen, mit welchen Mitteln man im Training zumindest ein wenig den Gefahren dieser schlimmen Sportverletzung entgegenwirken kann.

Funktion der Kreuzbänder

Um zu verstehen, wie man Prophylaxemaßnahmen ergreifen kann muss man zunächst verstehen, dass die Kreuzbänder im Zusammenspiel mit den Seitenbändern hauptverantwortlich für die Stabilität des Kniegelenks sind. Sie dienen als Führungselemente der Beuge- und Streckbewegung im Kniegelenk.

Wie entstehen Kreuzbandrisse?

Risse des vorderen Kreuzbandes entstehen in der Regel durch schnelle Richtungs- und Winkeländerungen im Kniegelenk. Häufig wird dies dadurch provoziert, dass sich der Unterschenkel nach innen oder außen dreht, wohingegen der Oberschenkel fixiert bleibt. Dadurch entstehen Scherkräfte im Kniegelenk, die das Reißen des vorderen Kreuzbandes verursachen können.
Beim Riss des hinteren Kreuzbandes hingegen ist zumeist eine Überstreckung des Kniegelenks verantwortlich, dass das Band überdehnt wird und somit reißt. Dies passiert in der Regel bei externer Gewaltanwendung, z.B. durch Autounfälle bei denen die natürlichen Bewegungsamplituden des Kniegelenks überschritten werden.

Welche Schutzmechanismen existieren?

Der größte Schutz, welchen das Kniegelenk besitzt liegt in der umgebenden Muskulatur. Diese besteht insbesondere aus dem Quadriceps Femoris, dem vierteiligem Muskel an der Oberschenkelvorderseite und der Ischiocuralmuskulatur an der Oberschenkelrückseite. Insbesondere die Fähigkeit, diese Muskulatur gezielt ansteuern zu können scheint hohe Auswirkungen auf die Stabilität des Kniegelenks zu haben. Dies bedeutet nicht, dass besonders hohe Muskelumfänge vorhanden sein müssen, sondern dass der Sportler in der Lage ist auf verschiedenste Situationen mit Muskelkontraktionen reagieren zu können und somit das Kniegelenk zu stabilisieren.

Was bedeutet dies für die Verletzungsprohpylaxe?

Zur Vorbeugung einer Kreuzbandverletzung sind Übungen notwendig, die einerseits die betreffende Muskulatur kräftigen, andererseits aber vor allem auch verschiedene externe Reize setzen, die das sogenannte propriozeptive System schulen. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, die Fähigkeit des Sportlers zu schulen mit dem gesamten Körper auf Lageveränderungen und externe Einflüsse zu reagieren und das Zusammenspiel von Muskeln und Gelenken zu verbessern.
Im nächsten Beitrag werden wir einige Übungen speziell für das propriozeptive Training zur Kreuzbandprophylaxe vorstellen.
R. N.

14. Oktober 2013

Körpertäuschungen

Kategorie: Zweikampf – Autor: KaiDittrich – 08:44

Körpertäuschung Rückraum mit Pass auf Außen

Für die Übung werden alle drei Rückraumpositionen gleichmäßig besetzt. Jeder Rückraumposition steht ein Abwehrspieler gegenüber. Auf LA und RA befindet sich jeweils ein Angreifer mit Ballkiste in der Nähe.
RL erhält von LA den Ball und setzt seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung unter Druck, in deren Anschluss er den Ball zu RM passt, der das Procedere wiederholt (s. Abb. 1), genau wie RR, welcher schließlich auf RA abspielt, der per Torabschluss von außen vollendet. Die Übung dient dazu, dass binden von Abwehrspielern mittels Körpertäuschungen zu schulen und das saubere Abspielen des Balles unter Bedrängnis zu verbessern. Die Körpertäuschung muss von den Spielern natürlich dem nachfolgenden Passweg angeglichen werden (d.h. Pass zum linken Nebenmann = Körpertäuschung nach links). Dass Beherrschen der Finten zur und gegen die Hand ist also Grundvoraussetzung. Jede Dreiergruppe spielt mehrere Angriffe in beide Richtungen hintereinander.

Lauftäuschung und Körpertäuschung mit Ball

Die folgende Übung verknüpft zwei verschiedene Arten der Körpertäuschung. Vor Übungsbeginn werden auf beiden Halbpositionen Durchbruchzonen am Kreis markiert (s. Abb. 2). Diese entsprechen der Größe, die ein Abwehrspieler gerade noch alleine verteidigen kann. Die beiden Zonen werden auch jeweils von einem Abwehrspieler besetzt. Auf den Außenpositionen agiert jeweils ein Spieler mit Ballkiste als Anspieler.
Die Übenden befinden sich bei ca. 11 Metern Torentfernung (ohne Ball). Ihnen gegenüber steht ein weiterer Verteidiger, welcher den Übenden in Manndeckung nimmt. Ziel soll es sein sich mit Hilfe einer Lauffinte vom Manndecker zu lösen und eine der beiden markierten Zonen anzulaufen. Gelingt dies den Angriffsspielern erhalten sie ein Zuspiel vom Außenspieler der jeweiligen Position und versuchen nun im Eins-Gegen-Eins am Abwehrspieler vorbei zum Torabschluss zu kommen.

Varianten und Erschwerungen

Die Übung lässt sich auf viele Arten modifizieren. So kann beispielsweise zusätzlich ein Kreisläufer in jeder Zone postiert werden. Hier gilt es dann für den Angreifer zu erkennen, wie der KL die Sperre setzt und seine Körpertäuschung zur betreffenden Seite hin auszuführen (s. Abb. 3). Auch verschiedene Arten von Kreuzungen (z.B. mit dem Außenspieler) sind möglich.

Robert Nowacki

28. August 2012

Kleine Spiele Zur Schulung von Zweikampfstärke und Körperspannung

Kategorie: Grundlagentraining,Zweikampf – Autor: admin – 09:59

Spiel 1 Liegestützduell

Bei diesem Spiel gehen die jeweiligen Gegner in den Liegestütz und positionieren sich mit dem Gesicht zueinander in ca. 30 cm Entfernung. Mit Beginn des Spieles versuchen die Spieler sich gegenseitig aus dem Liegestütz zu bringen, indem sie die Hände des Gegenübers vom Boden wegziehen.

Der Spieler, welcher sich häufiger als Letzter noch im Liegestütz befindet ist der Sieger. Das Spiel ist sowohl in Zweier- als auch in Dreiergruppen durchführbar. Idealerweise wird Liegestützduell auf einem etwas weicheren Untergrund gespielt um Verletzungsgefahren zu minimieren.

Spiel 2 Hahnenkampf

Das Spiel ist sowohl als Mann-Gegen-Mann-Wettbewerb als auch als Jeder-Gegen-Jeden-Wettkampf geeignet. Die Teilnehmer bewegen sich während des Spiels in einem, der Teilnehmerzahl angepasstem Spielfeld. Sie dürfen sich dabei nur auf einem Bein hüpfend mit am Körper angelegten Armen fortbewegen. Ziel des Spieles ist es als Letzter Spieler noch regelgerecht im Spielfeld zu stehen/hüpfen.

Um dies zu erreichen dürfen sich die Spieler gegenseitig anrempeln und die anderen so aus dem Gleichgewicht bringen. Lässt man das Spiel auf einer Weichbodenmatte durchführen wird die Schwierigkeit zusätzlich erhöht, da es wesentlich mehr Kraft und Geschick kostet sich hier fortzubewegen bzw. im Gelichgewicht zu bleiben.

Spiel 3 Massensumoringen

Für das Spiel wird eine möglichst große Turn- oder Weichbodenmatte benötigt. Alle Spieler versammeln sich auf der Matte und versuchen ihre Gegner durch Einsatz der Arme und Hände von der Matte zu schieben oder zu werfen. Stöße und Schläge sind nicht erlaubt ebenso wenig wie Tritte oder Kopfstöße. Bei derartigen Regelverstößen werden die fehlbaren Spieler sofort disqualifiziert. Sieger ist derjenige, welcher sich als Letzter auf der Matte befindet.

Spiel 4 Raufball

Vor dem Spiel bereitet der Übungsleiter ein Spielfeld passend zur Teilnehmerzahl vor. Es sollte verhältnismäßig lang und schmal sein. Das Spiel wird mit zwei Mannschaften und einem Medizinball gespielt. Ziel des Spieles ist es den Ball hinter die Grundlinie der gegnerischen Mannschaft zu befördern.

Der Ball darf dabei ähnlich wie beim Rugby nur nach hinten gepasst werden und muss dementsprechend nach vorne getragen werden. Ein Spieler welcher den Ball trägt darf von seinen Mannschaftskameraden geschoben werden, sodass er auch bei generischem Widerstand vorwärts kommt. Die verteidigende Mannschaft darf sowohl versuchen dem Ballführendem das Spielgerät zu entreißen oder ihn in Richtung seiner eigenen Grundlinie schieben.

Robert Nowacki