Handballtraining Handballübungen


31. Juli 2012

Bewegungsverhalten für Anfänger auf der Torwartposition

Kategorie: Tipps – Autor: admin – 09:48

Die Position des Torhüters hebt sich in ihren Anforderungen deutlich von den anderen taktischen Positionen in einer Handballmannschaft ab. Häufig ist es vor allem für Vereine in unteren Spielklassen schwierig die Torwartposition sowohl qualitativ als auch quantitativ zufriedenstellend zu besetzen.

Erklärt sich doch einmal ein ehemaliger Feldspieler oder ein Neuzugang bereit ins Tor zu gehen reichen die Kenntnisse des Übungsleiters bezüglich Training und Technikanforderungen für Torhüter oft nicht aus um diesen zu einem guten Torhüter auszubilden. Im nachfolgenden werden einige Punkte genannt die der Übungsleiter seinem neuen Torwart unbedingt vermitteln sollte. Dies gilt auch für die Ausbildung in der Jugend.

Arme oben lassen vor dem Torwurf

Während die eigene Mannschaft in der Verteidigungsphase ist und der Gegner versucht eine Wurfchance zu kreieren sollte der Torwart stets die Arme erhoben haben. Vor allem bei ansatzlosen Würfen aus dem Rückraum ist es so leichter Bälle, die in den oberen Bereich des Tores geworfen werden abzuwehren. Allerdings sollte der Torwart die Hände auch für Abwehraktionen auf Hüft- und sogar Kniehöhe verwenden können sobald er die Höhe und Richtung eines gegnerischen Wurfes zu erkennen glaubt.

Körperspannung beim Torwurf

Eine der wichtigsten Regeln für Torhüter lautet bei Abwehraktionen immer den ganzen Körper unter Spannung zu setzen. Dies kann auch im Training gezielt geübt werden. Zum einen erhöht sich durch eine gute Körperspannung die Chancen Würfe auch mit geringflächigem Körperkontakt noch am Torerfolg zu hindern. Zum anderen schützt sich der Torhüter auch vor Verletzungen durch Körpertreffer dank der natürlichen Schutzfunktion der Muskelkontraktion. Vor allem Bei Magen- (Bauchmuskulatur) und Kopftreffern (Nackenmuskulatur) ist dies sehr wichtig.

Mit dem Ball bewegen

Um optimale Positionen bei gegnerischen Torwürfen einzunehmen ist es wichtig für einen Torhüter permanent so viel Torfläche wie möglich abzudecken. Beim gebundenen Spiel heißt dies, dass er sich in einer parabelförmigen Kurve von Torpfosten zu Torpfosten bewegt und dabei stets Position zum Ball bezieht. Je weiter er sich Richtung Tormitte bewegt umso weiter sollte er von der Torlinie entfernt stehen um viel Torfläche abdecken zu können. Bei Würfen aus der Nahdistanz wird dieses Bewegungsmuster allerdings aufgehoben.

Robert Nowacki

4. Juni 2012

Komplexübungen zur Verbindung mehrerer Grundtechniken (Teil 2)

Kategorie: Technikschulung – Autor: admin – 09:46

Eins Gegen Eins – Sprungwurf – Tempogegenstoß – Torwurf vom Kreis

Für die Übung wird ein etwa vier Meter breiter Bereich am Kreis mit zwei Pylonen abgetrennt. In diesem Bereich wird ein aktiver Verteidiger platziert. Der erst Spieler läuft nun mit Ball auf den Verteidiger zu und versucht mit einer Körpertäuschung an ihm vorbeizugelangen und einen Sprungwurf auf das Tor zu machen. Unabhängig vom Erfolg der Aktion wird der Angreifer zum Verteidiger und der Abwehrspieler dreht sich sofort um und läuft als Gegenstoßspieler auf das gegenüberliegende Tor zu.

Er bekommt bei ca. zehn Meter Torentfernung einen langen Pass des Torhüters (s. Abb.1) und schließt mit einem beliebigem Wurf ab. Sofort im Anschluss daran platziert er sich vor dem am Kreis stehendem Abwehrspieler und bekommt den Ball von einem Zuspieler, nach dessen Annahme er sich gegen den Verteidiger am Kreis durchsetzen und zum Torerfolg kommen soll. Nach dem Torwurf nimmt der Spieler die Rolle des Verteidigers an. Diese Übung erfordert ein hohes Maß an Konzentration und etwas längere Erklärungszeiten, da sie gerade für unerfahrenere Spieler zunächst sehr komplex erscheint. Dafür verbindet sie enorm viele Angriffs- und Abwehrtechniken zu einem flüssigen Ablauf.

Siebenmeterwurf – Ballannahme im Sprint – Pass unter Bedrängnis – Sprungwurf von der Außenposition

Die Übung beginnt für jeden Spieler mit einem Siebenmeterwurf auf eines der zwei Tore. Direkt im Anschluss an den Siebenmeter setzt der Schütze zum Sprint in Richtung des anderen Tores an und bekommt den Ball vom Torwart bei ca. zehn Metern Torentfernung (s. Abb.2) in den Lauf gespielt. Das andere Tor wird von einem Verteidiger auf der halben Abwehrposition geschützt. Der Angreifer versucht den Verteidiger zu binden und auf einen bereitstehenden Eckenaußen abzulegen, welcher daraufhin per Sprungwurf den Torabschluss sucht. Nachdem dies geschehen ist wechselt der Passgeber auf die Außenposition und wartet seinerseits auf das Anspiel.

Robert Nowacki