Handballtraining Handballübungen


1. September 2018

Komplexübung zur Schulung verschiedener individueller Abwehrtechniken

Kategorie: Technikschulung – Autor: KaiDittrich – 09:41

Abwehr hat viele Gesichter. Da gibt es unter anderem das Blocken, das Zweikampfverhalten und das Ballgewinnen. Alle diese Techniken erfordern Übung und sind in ihren Formen auch abhängig vom jeweiligen Abwehrsystem. Im Folgenden beschreiben wir euch eine Komplexübung, bei welcher die Abwehrspieler verschiedene Arten des Defensivspiels in schneller Abfolge trainieren.

Grundsituation (Abb. 1)

Der grundlegende Aufbau unserer Übungsreihe sieht folgende Positionen vor. Ein Abwehrspieler (rot) und ein Kreisläufer (gelb) werden zunächst zentral im abgesteckten Bereich vor dem Tor platziert. Zudem werden zwei Rückraumspieler (RL und RR benötigt). Etwas zurückgezogen auf der Rückraum-Mitte-Position sollte ein Zuspieler mit Ballkiste positioniert werden.

Teil 1: Antizipatives Abwehrverhalten und Kreisläufer abdecken

Im ersten Übungsabschnitt stößt der Rückraumspieler mit Ball innerhalb von 9 Metern Richtung Tor und hat zwei Möglichkeiten. Entweder spielt er einen straffen Parallelpass auf den gegenüberliegenden Halbspieler oder er bedient den Kreisläufer, welcher sich allerdings nicht bewegen darf.

Die Hauptaufgabe des Abwehrspielers ist es stets durch Veränderung des Stellungsspiels (Kreisläufer im Rücken halten) den Pass zum Kreisspieler abzudecken. Des Weiteren ist es ihm jedoch gestattet auch den Parallelpass zwischen den beiden Rückraumspielern heraus zu fangen.

Hierbei ist Timing gefragt. Der Abwehrspieler darf sich nicht zu früh herausbewegen, sondern sollte bis zum Schluss den Kreis abdecken. Auch beim Abfangen des Balles gilt es, den Kreisspieler im Rücken zu halten, sodass auch überraschende Kreisanspiele durch einen schnellen Schritt oder eine Reaktion verhindert werden können.

Verschätzt sich der Abwehrspieler zudem und kann einen langen Pass nicht herausspielen, muss er so schnell wie möglich wieder zurück und das Kreisanspiel auf der Gegenseite unterbinden.

Die erste Phase der Übung ist vorbei, falls ein erfolgreiches Kreisanspiel gelingt, der Abwehrspieler einen Ball Fangen oder herausspielen kann oder der Rückraum vier erfolgreiche Parallelpässe spielen konnte.

Teil 2: Zweikampftechnik und Blockverhalten

Im zweiten Teil der Übung kommt der RR-Spieler mit Ball über das Zentrum und sucht den Zweikampf gegen den bei 9-10 Meter agierenden Abwehrspieler (s. Abb. 2). Dieser versucht zunächst mit fairen Mitteln (schnelle Beine) den Durchbruch des Angreifers zu verhindern und gegebenenfalls auch ein Stoppfoul zu setzen.

Sobald dies gelingt, pfeift der Übungsleiter und RR spielt auf den aus dem Lauf kommenden RL, welcher per Sprungwurf aus dem Rückraum abschließen soll.

Der Abwehrspieler versucht durch einen schnellen Wechsel mit Side-Steps auf die Halbverteidigerposition den Wurf im Block zu Verteidigen. Durch den langen Weg sollte die Kooperation mit dem Torhüter genutzt und die lange Torecke abgedeckt werden, sodass der Torwart sich auf einen Wurf in die kurze Ecke einstellen kann.

Verliert der Abwehrspieler das erste Eins-Eins mit RR, erhält RL den Ball vom Zuspieler.

Teil 3: Kooperatives Abwehrspiel im 2 vs. 2

Im letzten Übungsteil Agieren nun beide Rückraumspieler gegen den Verteidiger und den Kreisläufer als Abwehrverbund. Der Rückraum soll durch Kreuzbewegungen die Abwehr zu hoher Kommunikation bezüglich Übergabe und Übernahme zwingen.

Möglich ist auch ein Spiel 3 vs.2 mit Überzahl des Angriffes in Form eines zusätzlichen Kreisläufers.

Für alle Übungsformen gelten folgende Kernpunkte:

– Ballorientiert Agieren (insbesondere im Zweikampf)

– Schnelle Beinarbeit mit Side-Steps (kein Überkreuzen der Beine und niemals dem Angriff den Rücken zudrehen)

– Aktives Arbeiten mit Armen und Händen um Passwege zu versperren

Autor: Robert Nowacki

25. April 2018

Exemplarische Erwärmungsübungen zum Schwerpunkt: Übergang mit Ball von der Außenposition

Kategorie: Aufwärmen – Autor: KaiDittrich – 17:34

Das Einlaufen gilt als probates taktisches Mittel, um vor allem offensive Abwehrreihen durcheinander zu bringen. Im heutigen Artikel wollen wir euch eine exemplarische Einheit rund um das Thema veranschaulichen.

Erwärmungsspiel – Ball hinter der Linie ablegen

280 Einlaufen mit Ball Abb. 1

Gespielt wird in zwei Mannschaften auf einer Hallenhälfte. Ziel des Spiels ist es den Ball hinter der Seitenauslinie des Gegners abzulegen. Der Ball darf nicht geprellt werden. Spieler müssen vor allem versuchen, sich durch hinterlaufen der gegnerischen Abwehrreihe in Position für einen Pass hinter die Linie zu bringen (s. Abb. 1).

Passkontinuum mit Einläufer

Die Spieler besetzen gleichmäßig die Positionen LA, RL, RM und RR. Die Passfolge beginnt bei RM, welcher den Ball zu RL passt. Dieser spielt einen Wechsel mit LA. LA spielt zurück zu RM und läuft in Ballrichtung am Kreis ein bis zur gegenüberliegenden Halbposition.

RM passt währenddessen parallel weiter zu RR welcher zunächst weit nach außen stößt und an der vorderen Pylone eine Körperfinte mit Ball nach innen ausführt. Im Anschluss daran wird der Ball per Aufsetzer zum eingelaufenen LA gespielt. Der Einläufer spielt den Ball schlussendlich zurück zu RM, welcher eine neue Runde initiiert.

Worauf zu achten ist:

  • Tempo Einläufer (im Idealfall erreicht er seine Endposition genau in dem Moment, in welchem RR zur Körpertäuschung ansetzt)
  • Breites Anstoßen RR und schnelles Zurückstoßen von RL auf Ausgangsposition
  • Hohes Einlaufen von LA bis etwa zur Mitte, am Ende
  • Torwart einwerfen nach Einläuferbewegung

    Benötigt werden lediglich zwei Anspieler auf den Halbpositionen bei ca. 9 Metern. Die restlichen Feldspieler verteilen sich mit Ball auf beide Außenpositionen. Die Übung beginnt mit einem Pass von LA zum entfernteren RR-Anspieler.

    LA sprintet als Einläufer am Kreis entlang und muss so schnell wie möglich eine markierte Wurfzone auf der gegenüberliegenden Halbposition erreicht haben, von welcher er nach Rückpass des Anspielers nach jeweiliger Ansage abschließt.

    Beginnt LA mit dem Einlaufen, spielt RA den Ball zu seinem Anspieler auf RL und führt die Übung ebenfalls aus. Die Torhüter sollen daher zwei schnelle Würfe hintereinander parieren.

    Mögliche Variation: Einlaufen und Werfen während ein Verteidiger stört (ohne Einsatz der Arme).

    Autor: Robert Nowacki

    7. April 2018

    Komplexe Wurfserie für Außen- und Halbangreifer

    Kategorie: Wurftraining – Autor: KaiDittrich – 10:41

    Der folgenden Übung liegt eine von uns erstellte Animation zu Grunde:

    Ziel soll es sein innerhalb kurzer Zeit drei Aktionen in der kleinen Gruppe mit Kreis- Außen und Rückraumspielern auszuführen, wobei jede Handlung mit einem Torwurf abgeschlossen werden soll.

    Grundaufbau

    Ein Anspieler mit Ballkiste wird auf RM postiert. In einem abgesteckten Raum auf der Halbposition am Kreis verteidigt ein Abwehrspieler (weißes Trikot in der Animation). Die verbliebenen Spieler verteilen sich auf den Halb- und Außenpositionen, wobei die Halbposition bei jeder Übung doppelt besetzt wird.

    Handlung 1: Wechsel zwischen Halb und Außen

    In der ersten Aktion erfolgt ein Wechsel zwischen dem Halbspieler (im Video RL) und seinem Außenangreifer in deren Anschluss der Außenangreifer gegen den im Defensivblock stehenden Abwehrspieler den Torabschluss aus dem Rückraum suchen soll.
    Wichtig hierbei ist, dass der Außenspieler bereits vor dem Pass des Anspielers im Bogen anläuft, um nach dem Wechsel mit seinem Halbspieler den Ball mit Blickrichtung Tor annehmen zu können.

    Handlung 2: Parallelstoß und abräumen auf Außen

    Während sich der Halbspieler direkt nach dem Wechsel auf LA absetzt, wird der Werfer zum Kreisspieler. Der zweite Halbspieler erhält vom Anspieler den Ball und geht parallel Richtung Tor, um den neuen Außen freizuspielen, welcher per Sprungwurf von LA abschließt. Anschließend wird LA zum Verteidiger auf der gegenüberliegenden Halbposition.

    Handlung 3: Aufbausperre und Durchbruch

    Direkt nach seinem Pass zu LA setzt RL mit Blick zum Tor zurück, um einen neuen Pass von RL anzunehmen. Der Verteidiger agiert jetzt offensiv gegen RL, welcher breit anstößt. Der KL stellt RL im richtigen Moment eine Sperre für eine schnelle Körpertäuschung Richtung Spielfeldmitte, in deren Verlauf RL an der Sperre vorbei zum freien Torabschluss bei ca. 7 Metern kommen soll.
    Das Timing des KL ist hierbei entscheidend. Die Sperre soll erst im letzten Moment gestellt werden, sodass dem Verteidiger keine Gelegenheit bleibt, diese zu Umlaufen.

    Variationen

    Aus den grundsätzlichen Abläufen lassen sich zahlreiche Varianten ableiten. Beispielsweise kann Handlung 1 auch gegen einen offensiven Verteidiger mit 1:1 Aktion gespielt werden.

    Handlung 2 ist als Entscheidungstraining für den Halbspieler möglich, indem der Verteidiger die Rolle eines AL-Abwehrspielers einnimmt und entweder versucht den Pass zum Außen zu unterbinden (dann Abschluss durch RL) oder RL zu attackieren (dann Pass zu LA).

    Handlung 3 kann durch Hinzunahme eines zweiten Abwehrspielers auch das Einsetzen von Sperre Absetzen verlangen bzw. durch variables Verhalten des Verteidigers in einem Kreisanspiel durch RL münden.

    Autor: Robert Nowacki

    27. März 2018

    Kempatrick über Halb nach Pass von der Außenposition

    Kategorie: Taktik – Autor: KaiDittrich – 15:45

    Vor allem im oberen Leistungsbereich sieht man sie immer wieder: Kempatricks! Schwierig zu Spielen für das angreifende Team, doch auch schwierig zu Verteidigen für den Gegner werden Kempatricks oft auch in aussichtlosen Situationen angewendet.

    Hier ein Beispiel für einen Kempatrick kurz vor Schluss von den Recken aus Hannover-Burgdorf:

    Muss ich Kempatricks wirklich trainieren?

    Gerade im Amateurbereich spielt das Training von Kempavarianten sicher eine eher untergeordnete Rolle. Zu viele andere Baustellen und zu wenig Trainingszeit lassen dies häufig nicht zu. Dabei kann es sich lohnen für besondere Spielsituationen und bei geeignetem Spielermaterial die ein oder andere Übung hierzu zu gestalten.
    Denn: Wenn ein Kempatrick gelingt, kann er nicht nur die Zuschauer von den Sitzen reißen, sondern die ganze Mannschaft neu motivieren. Im Folgenden stellen wir euch eine Übungsschleife zum Kempatrick vor.

    Kempa über die Halbposition nach Pass von Außen

    Wie in dem oben verlinktem Video ist nach einem Durchbruch über Außen bei schwierigem Wurfwinkel ein Kempatrick eine gute Alternative zum einfachen Torabschluss. Der Gegner wird seinen Abwehrverbund auf die Ballseite verschieben und die gegenüberliegende Seite eventuell sogar schon zum Gegenstoß nach vorne eilen. Zudem bietet das Stellungsspiel des Torhüters, welcher natürlich auf den vermeintlichen Schützen von Außen reagiert viel freie Fläche für den Torabschluss von der gegenüberliegenden Halbposition.

    278 Kempa Außen Halb Abb. 1

    Das Timing hierfür kann über ein simples Passkontinuum einstudiert werden. Die Übenden werden auf einer Außenposition und der gegenüberliegenden Halbposition verteilt. Ein Anspieler wird auf der Halbposition neben den Außenangreifern postiert (s. Abb. 1).

    Der Anspieler passt den Ball auf Außen und dieser täuscht den Sprungwurf von der Außenposition an, um den Ball in der Luft durch den Kreis auf die gegenüberliegende Halbposition zu spielen von wo ein Halbangreifer den Ball in der Luft bei etwa 4-5 Meter Torentfernung fangen und zum Torhüter weiterleiten soll, welcher direkt zum Anspieler zurückpasst und so die Übungsschleife von Neuem beginnen kann.

    Wichtige Tipps

    Timing ist bei dieser Übung alles. Daher sollten alle Spieler von beiden Positionen üben, um ein Gefühl für Pass, Anlauf und Absprung zu entwickeln. Es ist nicht einmal zwingend notwendig, dass der zum Kempa springende Spieler den Ball annehmen und einhändig werfen kann. Vielmehr reicht es hier schon oft den Ball im Volleyballstil Richtung Tor zu pritschen, da der Torhüter seine Position im Regelfall nicht so schnell verändern kann.

    Ein harter und präziser Pass von der Außenposition ist hier die wichtigste Basis. Der Spieler von der Halbposition sollte seinen Laufweg so timen, dass er erst am Sechsmeterkreis abspringt wenn der Ball schon gespielt ist, da er so noch Einfluss auf seine Körperhaltung hat. Es sollte dennoch mit Höchsttempo angelaufen werden, um eine komfortable Sprunghöhe zu erhalten.

    Für die Spielsituation sollte das Szenario im Training erprobt werden und der gegenüberliegende Halbspieler stets zum Kempa anlaufen, wenn ein Außenspieler zum Torwurf aus schwierigem Winkel kommt.

    Das Übungskontinuum ist selbstverständlich auch erweiterbar, indem z.B. beide Halb- und Außenpositionen mit Spielern besetzt werden und die Schleife abwechselnd über links und rechts vorgetragen wird.

    Autor: Robert Nowacki

    6. Dezember 2017

    Vom einfachen Individualtraining zur Gruppentaktik (Kreuzen)

    Kategorie: Taktik – Autor: KaiDittrich – 18:16

    Eine Trainingseinheit sollte immer darauf abzielen sowohl individualtaktische als auch gruppentaktische Abläufe zu schulen und zu verbessern, wobei es sinnvoll ist, dass hier ein Baustein den anderen ergänzt. Im Folgenden gibt es von uns ein Beispiel, wie so eine Trainingseinheit sinnvoll aufgebaut werden kann. Zentrales Thema sind dabei Kreuz- und Stoßbewegungen im Rückraum.

    Grundaufbau der Übungseinheit

    270 Von der Individual zur Gruppentaktik Abb. 1

    Benötigt werden zwei Anspieler (Abb. 1: blau) auf den Halbpositionen im Rückraum und ein Abwehrspieler (grau), welcher in einem Spielbereich zentral vor dem Tor postiert wird. Die Übenden laufen jeweils von der Rückraum-Mitte Position an.

    Basisübung: Eins-Eins mit Parallelstoß

    Der Übende spielt seinen Ball zu einem der Halbanspieler und läuft schräg auf die Lücke zwischen dem anspielernahen Begrenzungshütchen und dem Abwehrspieler.

    Nachdem der Anspieler eine Stoßbewegung simuliert hat spielt er den Ball zum Übenden zurück, welcher den Ball in der Bewegung annimmt und mit einem Eins-Eins-Richtungswechsel versucht den Abwehrspieler entgegen der ursprünglichen Laufrichtung zu überwinden.

    Anschließend spielt er den Ball zum zweiten Anspieler, stößt kurz zurück und wiederholt die Übung zur anderen Seite.

    Erst beim dritten Pass darf er den Abschluss nach der Eins-Eins-Bewegung suchen. Es sollte von Beginn der Übung Wert auf die wichtigen Knotenpunkte der Übung gelegt werden:

    – Schräges Anlaufen auf die Lücke zwischen Anspielerhütchen und Abwehrspieler

    – Eins-Eins-Bewegung in die Tiefe (torgefährlich)

    – Handwechsel (Ball wird vor dem Pass immer in der Hand, welche näher zum Mitspieler ist, gehalten)

    – Schnelle Rückstoßbewegung nach Abspiel

    Übung der Kreuzbewegung

    270 Von der Individual zur Gruppentaktik Abb. 2

    Der Grundaufbau der Übung wird genutzt, um das Timing beim Kreuzen einzuüben. Hierbei nehmen die beiden Anspieler auf den Halbpositionen eine aktive Rolle im Geschehen ein.

    Nach dem Pass eines Halbspielers versucht der Rückraum Mitte Spieler nach wie vor mit einer Eins-Gegen-Eins-Bewegung in den freien Raum zu gelangen, dieses Mal jedoch soll der zweite Halbspieler den Ball aus der Kreuzbewegung hinter dem RM (Abbildung 2) erhalten.

    Auch hier müssen zahlreiche Knotenpunkte Beachtung finden:

    – Rückraum Mitte bleibt torgefährlich (muss selbst den Abschluss suchen, wenn Gegenspieler nicht reagiert)

    – Handwechsel Rückraum Mitte wie bei Vorübung

    – Rückraum Mitte bindet nach dem Pass den gegnerischen Abwehrspieler

    – Kreuzender Halbspieler nimmt den Ball torgefährlich an (nicht in der Seitwärtsbewegung)

    – Kein Prellen

    – Abstand zwischen den beiden kreuzenden Spielern etwa einen Meter

    RM entscheidet über Kreuzbewegung

    Hat man das Grundmuster der Kreuzbewegung wie oben beschrieben einstudiert darf der Rückraum Mitte Spieler sein Bewegungsmuster variabler gestalten.

    Die Halbspieler müssen nun die Bewegungen ihres Mittelmannes genau verfolgen, da es ihm ungeachtet der Richtung, aus welcher er den Ball erhalten hat, zu beiden Halbspielern das Kreuz an zuzusetzen.

    Dies bedeutet, dass auch ein Spieler, der gerade erst einen Ballkontakt hatte direkt zum Kreuz geholt werden kann. Die kürzere Vorbereitungszeit und Variabilität erfordert wesentlich höhere Konzentration von den Halbspielern.

    Autor: Robert Nowacki

    21. Oktober 2017

    Komplexübung für eine Hallenhälfte – Wurftraining für die Außen und Kleingruppentraining für den Rückraum

    Kategorie: Wurftraining – Autor: KaiDittrich – 14:14

    Als Übungsleiter hat man oft mit Widrigkeiten zu tun. Mal steht nur eine Halle zur Verfügung, mal ist kein Co-Trainer vorhanden, welche die Übungen einer zweiten Gruppe überwachen könnte und mal sind die Trainingsbeteiligung so dürftig, so dass es eigentlich keinen Sinn macht, mehrere Trainingsgruppen zu bilden (oder es ist nur ein Torhüter verfügbar).

    Im Folgenden wollen wir euch ein Beispiel zeigen, wie es auch unter diesen Voraussetzungen möglich ist, ein effektives positionsbezogenes Training zu absolvieren.

    Was ihr benötigt

    – Mindestens je einen RA und LA

    – Mindestens 2 Rückraumspieler und 2 Abwehrspieler

    – 1 Torhüter

    – Handbälle und Hütchen

    Übungsablauf

    Mit den Pylonen wird ein Spielbereich im Zentrum am Kreis abgesteckt und der maximale Absprungpunkt für die Außenspieler markiert. LA und RA stehen mit einem Ball als Eckenaußen auf ihren Positionen, der Spielbereich im Zentrum wird von zwei Abwehrspielern abgedeckt.

    Die Übung beginnt mit RL in Ballbesitz. Dieser prellt leicht nach außen und spielt LA den Ball per Aufsetzer zu. Zeitgleich passt LA seinen Ball auf Brusthöhe zu RL, nimmt den Bodenpass im Lauf an und schließt per Sprungwurf von LA ab.

    In der Zwischenzeit prellt RL mit dem erhaltenen Ball zurück und zieht druckvoll per Prellmove in Richtung Tor. In unserem Video übt er Druck auf die Lücke zwischen beiden Abwehrspielern aus, sodass RR Parallelstoßen kann und sobald der zweite Verteidiger aushilft den Ball im Lauf erhält.

    Nach dem Torabschluss von RR läuft dieser schnell zurück holt sich einen Ball und wiederholt die Übung mit RA auf der rechten Seite. Ist der Abschluss für den Rückraumspieler nach dem ersten Pass nicht möglich, wird weitergespielt bis zum Torerfolg oder einer vorher festgelegten Anzahl an Pässen.

    Besonders für den Rückraum ist diese Übung sehr laufintensiv und anstrengend. Im Idealfall wechseln sich hier zwei Paare ab.

    Wichtige Knotenpunkte und Variationsmöglichkeiten

    Die Außen sollen den Ball in der Bewegung annehmen, der anstoßende Rückraum möglichst druckvoll in Richtung Tor agieren und bei entsprechender Unachtsamkeit der Abwehrspieler auch die Möglichkeit des eigenen Torabschlusses nutzen können.

    Will man die Außenspieler im offensiven Zweikampf schulen, kann die Übung um einen Außenverteidiger ergänzt werden, welcher im Eins-Gegen-Eins vom Außen bezwungen werden muss (–>Außenangreifer startet als Linienaußen).

    Für die Rückraumspieler ergeben sich zahlreiche Spielmöglichkeiten. Kreuzbewegungen, Kleingruppenspiel mit Kreisläufer im 3 vs. 3 oder 3 vs. 2 Überzahl sind je nach Teilnehmerzahl und Trainingsziel problemlos möglich. Die Angriffe des Rückraums sollten auf eine bestimmte Anzahl an Pässen beschränkt werden (z.B. 5 Pässe pro Aktion).

    Autor: Robert Nowacki

    17. Juni 2017

    Spielübersicht und Wahrnehmung schärfen – Übungen für den „No-Look-Pass“

    Kategorie: Koordination – Autor: KaiDittrich – 09:29

    Was macht einen guten Spielmacher auf der Rückraum Mitte Position aus? Häufig fällt bei dieser Frage das Wort „Spielübersicht“. Gemeint ist damit in der Hauptsache, dass ein Spieler in der Lage ist den Großteil einer Spielsituation zu überblicken, zu analysieren und adäquate Lösungen zu finden. Hierfür nötig ist vor allem auch eine gute periphere Wahrnehmung gepaart mit guter Antizipationsfähigkeit.

    Ganz salopp gesagt, muss man in der Lage sein auch außerhalb des eigentlichen Blickfeldes die Spielsituation zu kennen. Vielen Spielern fällt dies nicht leicht. Zur Schulung insbesondere des peripheren Sehens und Nutzen dieser Fähigkeit in der Spielsituation haben wir uns zwei Übungen ausgedacht.

    Erwärmung in der Zweiergruppe

    254 Periphere Wahrnehmung Abb. 1

    Eine ganz einfache Übung zur Schulung der peripheren Wahrnehmung ist in Abb. 1 dargestellt. Hierbei laufen zwei Partner hintereinander auf einer geraden Bahn durch die Halle. Der vrdere Partner soll dabei permanent einen Punkt in Verlängerung seiner Laufbahn fixieren (Fahne in der Abbildung). Der Hintermann läuft im Abstand von ca. 2 Metern und versucht regelmäßig nach einer Seite auszubrechen und am vorderen Partner vorbeizulaufen.

    Sobald der Vordermann den Ausbruchsversuch bemerkt, muss er auf der betreffenden Seite den Arm hinaushalten. Dies ist das Zeichen für den Hintermann sich wieder hinter seinen Partner zurückfallen zu lassen. Der Blick des ersten Spielers bleibt stetig auf den Fixpunkt gerichtet. Das Ganze kann in Vorbereitung auf Kreuzbewegungen auch als Übung mit Ball ausgeführt werden. Hier wird anstatt des Armes der Ball herausgespielt.

    Komplexübung

    254 Periphere Wahrnehmung Abb. 2

    In Abbildung 2 ist die Möglichkeit einer Komplexübung dargestellt, welche das Erkennen einer einfachen Spielsituation, nämlich offensiver oder defensiver Abwehrspieler, erfordert. Hierzu werden ein Anspieler (grau) auf halbrechts, ein Angriffsspieler auf halblinks, ein Kreisspieler (beide orange) in einer Zone auf halblinks sowie ein Abwehrspieler (blau) benötigt.

    Des Weiteren muss ein Helfer direkt neben dem Tor postiert werden. Dieser Helfer erhält A4-Blätter mit Ziffern von 0 bis 9 darauf. Der Übende selbst (gelb) positioniert sich auf der Rückraum Mitte.

    Nach Pass vom Anspieler stößt der Übende frontal Richtung Tor und geht hoch zum Sprungwurf. Sobald er in der Luft ist entscheidet sich der Abwehrspieler, ob er das Kreisanspiel defensiv verhindern möchte oder lieber den Parallelpass auf den halblinken Angriffsspieler durch offensives Heraustreten verhindern möchte. Gleichzeitig zeigt der Helfer eine der Zahlen in Richtung des Übenden. Dieser muss solange mit seinem Fokus beim Helfer bleiben bis dieser ihm die Zahl gezeigt hat.

    Dennoch muss er auch in der Lage sein aus dem Augenwinkel bereits die Position des Abwehrspielers zu erkennen und die richtige Lösung (Kreisanspiel oder Parallelpass) vorzubereiten und nach Erkennen der geforderten Zahl unverzüglich einzuleiten. Im Anschluss daran muss er dem Helfer die korrekte Zahl nennen.

    In Anlehnung an diese Übung lassen sich viele weitere Übungsmuster kreieren, z.B. mit der Option noch einen Außenangreifer und einen zweiten Abwehrspieler hinzu zu nehmen. Auch die geforderten Zahlen können durch andere Symbole, Rechenaufgaben u.ä. ersetzt werden.

    Autor: Robert Nowacki

    25. Januar 2017

    Grund für den WM-K.o. gegen Katar: 3 Rechtshänder im Rückraum?

    Kategorie: News – Autor: KaiDittrich – 15:00

    Deutschland schied bei der WM überraschend bereits im Viertelfinale gegen Katar aus. Dabei traten die Kataris mit einer taktischen Besonderheit an. Ähnlich den Franzosen, welche dies ebenfalls über viele Jahre sehr erfolgreich praktizierten, spielte der Vizeweltmeister sehr oft mit drei Rechtshändern im Rückraum.

    Die rechte Rückraumposition wurde dabei zumeist vom gebürtigem Franzosen Bertrand Roiné ausgefüllt. Auch das DHB-Team hatte in der Vorbereitung auf das Turnier diese Variante getestet, bei der WM jedoch dann kaum eingesetzt.

    Das Problem

    In unteren Ligen wird das Spiel mit drei Rechtshändern aus Mangel an Linkshändern häufiger notgedrungen praktiziert. Dabei bietet ein Rechtshänder auf der rechten Rückraumposition auch einige Vorteile.

    Zunächst muss jedoch gesagt werden, dass die Torgefahr über den Rückraumwurf an sich natürlich abnimmt mit einem Rechtshänder auf halbrechts. Bei Würfen von der Halbposition bleiben dem Schützen selbst nur wenige Möglichkeiten den Ball um den Block herum zu ziehen. Zudem muss ein Rechtshänder von der halbrechten Seite einen wesentlich größeren Bogen laufen, um nach Kreuzbewegungen noch torgefährlich zu sein.

    240 Rechtshänder auf halbrechts Abb. 1

    240 Rechtshänder auf halbrechts Abb. 2

    Weiterhin benötigt der Rechtshänder immer mehr Abstand zur Abwehr, um den Ball zurück ins Zentrum oder nach der Kreuzbewegung auf Halblinks spielen zu können, wie durch die beiden Abbildungen (1 und 2) dargestellt wird. Ist er zu nah an der Defensive kann die Ballhand leicht von der Abwehr attackiert werden, da es dem Angreifer kaum möglich ist seinen Körper zwischen Ball und Gegner zu bringen.

    Die Chancen

    Chancen entstehen im Spiel mit einem Rechtshänder auf der halbrechten Seite, wird das eigene Team in der Lage ist gut von der linken Seite anzustoßen. Gelingt es einem Team eine druckvolle Stoßbewegung bis zur halbrechten Seite weiterzugeben, ist es für den Rechtshänder auf der halbrechten Seite einfacher torgefährlich in die Lücke zwischen 1 und 2 (Halb- und Außenverteidiger) hinein zu gehen.

    Die Ballhand kann nur vom Außenverteidiger attackiert werden, was eine engere Kooperation und verändertes Stellungsspiel von den beiden betreffenden Abwehrspielern erfordert.
    Des Weiteren ist unter diesen Voraussetzungen der Pass auf den Außenangreifer leichter zu spielen und durch das fast zwangsläufige Aushelfen des Außenverteidigers entsteht mehr Raum für den Außenangreifer (s. Abbildungen 3 und 4).

    240 Rechtshänder auf halbrechts Abb. 3

    240 Rechtshänder auf halbrechts Abb. 4

    Der richtige Spielertyp

    Auch wenn also das ein oder andere Problem durch einen dritten Rechtshänder im Rückraum entstehen kann, bietet das Ganze nicht nur negative Seiten. Wichtig ist, dass man die richtigen Spielertypen für die halbechte Position auswählt.

    Ein Rückraumakteur, der seine Stärken im Werfen aus der Fernwurfzone hat, ist hier falsch besetzt. Vielmehr sollten Spieler mit sicherem Passspiel und hohem Tempo eingesetzt werden, um die Lücke zwischen 1 und 2 beim Parallelstoß anzugreifen, den Außenangreifer zu bedienen und die Nachteile beim Passen in Richtung Spielfeldzentrum durch ihre individuellen Fähigkeiten kompensieren zu können.

    Autor: Robert Nowacki

    17. Dezember 2016

    Übungsformen zum Passtäuschungen – Erwärmung und Grundübungen

    Kategorie: Passen – Autor: KaiDittrich – 08:50

    Passtäuschungen sind besonders für Repertoire von Rückraumspielern sehr nützlich. Sie können dabei helfen die gegnerische Abwehrreihe so zu stellen, wie es der Angreifer möchte und somit Räume für Durchbrüche insbesondere auf den Halbpositionen zu schaffen. Im Folgenden gibt es von uns exemplarische Grundübungen, bei welcher das Thema Passtäuschung im Fokus steht.

    Passtäuschung in Dreiergruppen mit zwei Bällen

    Nach einer allgemeinen Erwärmung werden Dreiergruppen gebildet. Zunächst sollte innerhalb der Dreiergruppe eine etwa fünfminütige Einpassphase im Dreieck durchgeführt werden. Bereits hier kann mit zwei Bällen pro Gruppe gearbeitet werden um die Aufmerksamkeit für die Folgeübung zu schärfen.

    237-passtaeuschung-abb-1

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    Bei dieser wird die Länge des Spielfeldes von der Dreiergruppe überbrückt. Dabei werden jeweils Passtäuschungen und Passaktionen im Wechsel vorgetragen. Zu Beginn der Übung haben der Spieler in der Mitte und ein zweiter Spieler auf der Seite den Ball. Beide Spieler führen eine Passtäuschung vom Spieler ohne Ball entfernt aus und spielen ihren Ball anschließend in die Gegenrichtung ab (s. Abbildung 1).

    Wichtig dabei ist, dass der Pass des Spielers in der Mitte etwas früher gespielt wird, da er im Anschluss erst den Ball von der anderen Seite fangen kann. Danach wird die Übung spiegelverkehrt durchgeführt. Es sollte auf regelgerechte Bewegung geachtet werden (Schritte beachten, ggf. Prellen).

    Rückstoßbewegung mit Passtäuschung auf Rückraum Mitte

    237-passtaeuschung-abb-2

    Die oben beschriebene Gruppenübung wird als Stoßübung adaptiert. Die Spieler verteilen sich auf den drei Rückraumpositionen. Rückraum Mitte wird dabei doppelt besetzt (s. Abbildung 2) und führt nach einem Pass von der Halbposition eine Passtäuschung zur anderen Halbposition aus. Anschließend wird der Ball zur Halbposition zurückgepasst (Doppelpässe). Eine hohe Intensität der Übung ergibt sich, wenn die Spieler nach jeder Aktion eine Position nach links rücken, wobei die Halbspieler zwei Pässe spielen müssen.

    Torhüter einwerfen nach Passtäuschung

    237-passtaeuschung-abb-3

    Die Feldspieler stellen sich in zwei Reihen (Pfostenhöhe) bei ca. 12 Meter vom Tor entfernt auf. Der erste Spieler benötigt keinen Ball, alle anderen schon. Nach Pass vom Spieler aus der anderen Reihe wird zunächst ein Pass nach außen angetäuscht und anschließend nach Ansage auf das Tor geworfen (s. Abbildung 3).

    In der einfachen Variante darf nach der Passtäuschung noch einmal getippt werden, in der schwierigen nicht. Der letzte Spieler erhält seinen Ball von einem externen Zuspieler.

    Autor: Robert Nowacki

    5. November 2016

    Kreuzen oder Parallelstoßen? Entscheidungsübung im 3 vs. 3

    Kategorie: Koordination – Autor: KaiDittrich – 10:14

    Komme ich zum Kreuz oder laufe ich lieber parallel mit. Eine Frage, welche vor allem Rückraumspieler auf den Halbpositionen häufig innerhalb von Sekunden entscheiden müssen. Eine einfache Methode diese Entscheidungsfindung zu trainieren und gleichzeitig auch Timing und Abstimmung zwischen den Rückraumspielern zu verbessern ist das Spiel im 3 vs. 3.

    Ausgangssituation

    Am besten lassen sich die oben beschriebenen Entscheidungsprozesse im 3 vs. 3 üben, wenn der mittlere Abwehrspieler leicht vorgezogen gegen den Rückraum Mitte Spieler agiert. So lässt sich unter anderem auch ein einfaches Handlungsmuster gegen defensive 5:1 Abwehrformationen einüben.

    Einführung

    232-stossen-oder-kreuzen-abb-1

    Wird die Grundübung neu eingeführt sollte anders als in Abbildung 1 zunächst keine Begrenzung der Durchbruchzone am Torkreis erfolgen. Zudem sollte anfangs lediglich das Timing für den Parallelstoß über die Halbpositionen eingeübt werden.

    Hierzu geht der Rückraum Mitte Spieler nach einigen Doppelpässen mit seinen Nebenspielern in eine Eins-Gegen-Eins-Situation mit dem VM-Abwehrspieler und versucht diese Situation so zu gestalten, dass ein zweiter Abwehrspieler aushelfen muss, um RM am Durchbruch zu hindern (s. Abbildung 2).

    232-stossen-oder-kreuzen-abb-2

    Beherzigt also die Abwehr das Prinzip des „Aushelfens“, wie es vor allem in 6:0 Abwehrreihen vorherrscht, ist der direkte Gegenspieler des jeweiligen Rückraumhalben gezwungen die Überzahl am Ball zu schaffen, womit Raum für den Parallelstoß entsteht.

    Bei Neueinführung der Übungsform sollte zunächst dieser Ablauf trainiert werden, vor allem um das Timing beim Anlaufen zum Parallelstoß zu schulen. Der Rückraumhalbe darf während des Passes maximal auf der gleichen Höhe, im Idealfall sogar leicht hinter seinem RM-Spieler sein, um mit genug Geschwindigkeit und ohne Risiko eines Ballabfangens von der Abwehrreihe (spekulierender Außenverteidiger) durch zu geringen Abstand in den Pass hineinlaufen zu können.

    Erweiterung: Kreuzen

    232-stossen-oder-kreuzen-abb-3

    In Abbildung 3 ist die zweite Möglichkeit für diese Konstellation dargestellt. Hier kann VM den Körper in den Laufweg von RM stellen und begleitet ihn weit aus der Spielfeldmitte heraus. Somit muss der Halbverteidiger nicht aushelfen, weshalb ein Parallelstoß nicht notwendig wird.

    Vielmehr ergibt sich nun die Chance einer Kreuzbewegung für RR, da die Mitte geöffnet wird. Auch aus diesem Grund ist es wichtig für den Halbangreifer nicht zu früh einen Laufweg zu wählen, sondern zunächst kurz zu beobachten, wie sich die Abwehr verhält.

    Nach der Kreuzbewegung versucht RR direkt über das Zentrum Richtung Tor zu stoßen. Hier entsteht nun eine 2 vs. 1 Überzahl, welche für einen neuerlichen Parallelstoß von RL genutzt werden kann oder den direkten Durchbruch von RR.

    Die beiden Szenarien sollten zunächst nach Ansage isoliert geübt werden um Laufwege zu optimieren und ein Verständnis zu schaffen, wann welcher Laufweg am besten geeignet ist.
    Erst mit zunehmender Sicherheit sollten die Spieler in der Lage sein, situationsgebunden auf das Verhalten der Abwehr zu reagieren und richtig zu entscheiden.

    Neben der Entscheidungsfindung eignet sich die Übung hervorragend für die Eins-Eins-Schulung auf der RM Position. Zudem kann das Ganze zum 4 vs. 4 mit Kreisläufer und Hinten Mitte Verteidiger erweitert werden.

    Autor: Robert Nowacki