Handballtraining Handballübungen


12. April 2014

Training der Fußabwehr für Torhüter Teil 2 (spielerisch)

Kategorie: Torwarttraining – Autor: KaiDittrich – 08:54

Kreishüter

Für die Übung wird ein Kreis von ca. drei Metern Durchmesser benötigt. Der übende Torhüter darf sich nur innerhalb des Kreises bewegen. Um den Kreis herum verteilen sich vier Spieler (s. Abb. 1). Es wird ein Spielball benötigt.
Die Spieler müssen versuchen sich den Ball gegenseitig mit Bodenpässen durch den Kreis zuzuspielen. Der Torhüter versucht so viele Bälle wie möglich mit den Beinen/Füßen abzuwehren. Die Spieler dürfen ihre Position beliebig verändern, sodass sich der Torhüter auch an den Positionen der einzelnen Angreifer orientieren muss.

Bankhandball

Für das Spiel werden Turnbänke so umgekippt, dass ihre Sitzflächen zur Mitte eines Spielfeldes zeigen (s. Abb. 2). Die Spieler werden auf zwei Mannschaften verteilt.
Ziel der jeweils angreifenden Mannschaft ist es, den Ball gegen die Bank des Gegners zu werfen. Die Aufgabe der Torhüter ist es, dies mit einer Fußabwehr zu verhindern. Die Feldspieler dürfen sich den Bänken nur bis zu einer Entfernung von fünf Metern nähern (Kennzeichnung durch Linien), sodass den Torleuten genug Reaktionszeit eingeräumt wird.

Stehen mehr als zwei Torleute zur Verfügung können mehrere Bänke nebeneinander aufgestellt werden, sodass jede Mannschaft beispielsweise zwei Bänke mit jeweils einem Torhüter hat.

4-Gegen-2: Torhüter vs. Feldspieler

Eine Vierergruppe bestehend aus Feldspielern muss versuchen sich den Handball innerhalb eines markierten Feldes zuzuspielen. Die beiden Torhüter versuchen die Bälle mit den unteren Extremitäten abzufangen. Die Feldspieler dürfen dabei nur Aufsetzer und Hüftwürfe als Passarten verwenden, sodass die Torhüter eine Chance besitzen an den Ball zu kommen.

Als Spielvariante ist es auch möglich die vier Feldspieler auf den jeweiligen Ecken des Spielfeldes zu verteilen. Bei dieser Variante dürfen sich die Feldspieler nicht bewegen und müssen ihre Pässe somit immer an einen von drei fixen Punkten spielen (s. Abb. 3). Die Torleute sind frei beweglich und versuchen auch hier erneut die Bälle mit den Beinen/Füßen abzuwehren. Natürlich muss auch hier eine maximale Passhöhe festgelegt werden.

28. März 2014

Angriffstaktik gegen die 5:1 Abwehr

Kategorie: Zusammenspiel – Autor: KaiDittrich – 08:40

Häufig sieht man bei Handballspielen, dass die Umstellung der Abwehrformation der angreifenden Mannschaft Probleme bereitet. Meist ist diese Umstellung die von der eher defensiven 6:0-Deckung zur aggressiveren 5:1-Deckung. Die verteidigende Mannschaft kann mit so einer offensiven Deckung Ballgewinne erzielen und beispielsweise einen Rückstand noch aufholen oder wurfstarke Rückraumakteure aus dem Spiel nehmen. Im Folgenden werden einige angriffstaktische Tipps gegeben, wie man gegen ein solches Deckungssystem agieren kann.

Mehr Kleingruppenspiel

Da die 5:1 meist das schnelle Stoßen über alle Positionen unterbindet ist Kleingruppenspiel gefragt. Das bedeutet, dass die Halbspieler zusammen mit ihren Außen und dem Kreisläufer agieren müssen. Der Kreisläufer muss dabei wesentlich mehr Laufarbeit leisten als gegen eine 6:0, da er die besten Chancen hat, wenn er den Ball in den Lauf gespielt bekommt. Ähnlich wie beim Überzahlspiel sollten die Außen ihre Anzugsbewegung nicht auf eine Lücke machen sondern immer zur Außenseite an ihrem Gegenspieler vorbei, sodass die Halbspieler auf die Position zwischen 1 und 2 ziehen können (s. Abb. 1). Dies hat zur Folge, dass der KL lediglich einen Gegenspieler im Abwehrzentrum hat und mit dem richtigen Timing den Ball in den Lauf erhält, indem er z.B. bei Beginn der Anzugsbewegung von der gegenüberliegenden Abwehrseite hinterläuft.

Sperre gegen den vorgezogenen Abwehrspieler

Eine probate Angriffslösung ist auch den vorgezogenen Abwehrspieler wegsperren zu lassen. In unserem Beispiel (s. Abb. 2) wird der Ball druckvoll von rechts nach links durchgespielt. Kurz bevor RR den Pass zu RM spielt löst sich der Kreisläufer von seiner Position und setzt die Sperre für seinen RM, sodass dieser mit Ball links am vorgezogenem Spieler vorbeistoßen kann. Dies hat zur Folge, dass der zentrale Abwehrspieler seine Position verändern muss, um eine Überzahlsituation auf der rechten Abwehrseite zu verhindern (blauer Pfeil). Somit entsteht viel Raum in der Abwehrmitte, in welchen sich der KL jetzt wieder absetzen kann und nach dem Pass von RM völlig frei ist.

Allgemeine Tipps gegen 5:1 Formationen

– Ballsichere Spieler aufs Feld
– Eins-Gegen-Eins starke Spieler für reine Werfer bringen
– Agieren mit Einläufern (mit und ohne Ball)
– Pässe über den vorgezogenen Abwehrspieler vermeiden